Seite 2 von 111

Barcelona, Gaudi pur

Wer Bacelona besucht kommt an Antonio Gaudí nicht vorbei und ich persönlich finde das auch gut so. 

Mit den Shuttlebus ging es in die Stadt zu einem Busrondell am „Word Trade Center“. Dort fuhr dann auch schon der Hop-On-Hop-Off Bus des von uns gewählten Unternehmens ab, aber leider auf der falschen Route. Die rote Route führte nicht zur Sagrada Família, wohl aber wieder zurück zum Busrondell, was gleichzeitig auch unser Abfahrt mit dem Shuttlebus bedeutete. Die grüne Route dagegen hatte keine Haltestelle am Busrondel, dafür aber am Aquarium, nur ein paar hundert Meter davon entfernt, die wir beschlossen zu Fuß zu gehen. 
Richtig gut ging es mir aber leider nicht. In der Früh hatte es mir – und das ist leider kein Witz – beim Abtrocknen im Hals ein „Klack“ gemacht mit unmittelbar einsetzendem Schmerz. Allerdings Einer von der beherrschbaren Art, noch. 
Die Tour war sehr interessant und die Sagrada Família der Hammer.

Einmal davor zu stehen und das Ding mit eigenen Augen zu sehen: Irre! Rein für zusammen 80€ war uns dann aber eher nicht der Sinn nach, vor allem weil der Schmerz immer heftiger und die Bewegungsmöglichkeit meines Halses immer weniger wurde. 
Also weiter mit dem Bus und an der Schnittstelle der beiden Routen in die andere Linie umgestiegen um dann bequem wieder zum Shuttlebus zu kommen. Dort wieder ein Beispiel der Architektur Gaudís.

Ich finde dieses Art des Bauens einfach toll. 
Gerne wäre ich noch in den Gaudí Park gegangen, aber da war mir dann wirklich nicht mehr nach. 
Inzwischen hatte ich mir dann schon eine Voltaren resinat 75mg eingeworfen – ohne ging es kaum noch und die hatte ich in weiser Voraussicht eingepackt. 
Sowas habe ich immer im Urlaub dabei, da meine Gräten manchmal Ärger machen. Das hat sich zwar durch eine morgendliche Stretchroutine und 4-6 mal Sport in der Woche deutlich reduziert, aber gerade ein fremdes Bett und Kopfkissen sind (offensichtlich) nicht zu unterschätzende Risikofaktoren. 
Dumm war vor allem nicht mein spezielles Nackenkissen mitzunehmen, zumal wir gute 8 kg Gepäck frei hatten. Und Platz sowieso. Passiert uns nicht wieder. 

Der Abend und vor allem die Nacht waren der absolute Horror. Ich konnte praktisch nicht liegen und schon gar nicht schlafen. 
Ein, zwei Stunden kamen dann zwar doch noch zusammen, aber ich hatte wirklich Angst vor der Rückreise und dem Flug der mich dann erwarten würde.

2 Seetag

Gegen 10 Uhr legten wir in Ajaccio ab mit dem Ziel Barcelona. Laut Kapitän sollte die Fahrt relativ ruhig werden und das Ziel am nächsten Morgen gegen 10 erreicht sein. 

So war es dann auch. Der Tag dazwischen verlief dank des guten Wetters, vor allem am Vormittag eher sonnig faul.

Viel mehr Aktivität war dann aber auch am Nachmittag nicht zu beschreiben, sieht man von einem Kurzbesuch im Fitnesscenter einmal ab. 

 

Ajaccio

Marseille stand ja eigentlich auf dem Plan, aber Streiks in der südfranzösischen Metropole erforderten die Umroutung nach Korsika. Ich erwähnte es bereits. Und ebenfalls, daß wir darüber gar nicht traurig waren.

Gegen 10 Uhr heute Morgen legten wir auf Korsika an, in dem Städtchen Ajaccio im Westen der Insel.

der Liegeplatz im Hafen von Ajaccio

Der Liegeplatz ist tatsächlich mitten in der Stadt, was den Landgang sehr einfach und angenehm gestaltete. Runter von Bord und rein in die Stadt.

Zunächst am Wasser entlang um noch ein paar Bilder von dem Hafen und der Bucht zu machen, dann aber schon bald bergauf in Richtung Innenstadt.

Auffällig ist das alles was irgendwie an einer Hauptblickachse liegt recht gepflegt bis absolut herausgeputzt ist, während ein Blick in eine Seitenstraße oder in einen Hinterhof eher abschreckend wirkt.

Allerdings leidet die Bausubstanz unter dem Meeresklima mehr als wir Mitteleuropäer das allgemein für möglich halten.
Die Hautpstraße, die Richtung Place du Général de Gaulle führt sieht aber einfach nur toll aus und lädt zum shoppen ein. Leider hauptsächlich Dinge, die man kaum oder gar nicht mit an Bord bringen kann.

Wie gesagt endet die Straße am Place du Général de Gaulle der einfach toll aussieht und mit seinen Cafes zum verweilen einlädt.
Geht man ganz durch Richtung Wasser, steht man praktisch auf dem Dach des Casinos und hat eine schöne Sicht auf die darunter verlaufende Promenade.

Blick auf den Platz
Blick auf die Promenade

Die Treppen runter entdeckten wir ein nettes Cafe mit freien Plätzen direkt an der Promenade und nahmen auf einen Cappuccino platz.
Ende Januar, bestes Wetter, knappe 20°C und alles voll. Haben sich die Cafe- und Restaurantbesitzer wohl auch nicht träumen lassen.
Wir finden das ebenfalls toll und genießen die Zeit.

Sehr gemütlich geht es zu Fuss weiter am Wasser entlang Richtung Schiff, wobei wir jeden Meter immer wieder von der Aussicht beeindruckt sind.

Der Abend auf dem Schiff verläuft dann in Anbetracht des vorgezogenen, morgigen Seetages feucht, fröhlich.
Im Brauhaus haben wir mal das Zwickel probiert, ein aus Meerwasser gebrautes, unfiltriertes Bier was sehr süffig ist.

Natürlich wird das Meerwasser vor Gebrauch aufbereitet und daher ist dieser Umstand eigentlich nichts besonderes. Das handwerkliche Können lässt sich aber sowohl schmecken, als auch am nächsten Morgen merken. NICHTS, obwohl es die Maß in der Happy Hour zum halben Preis gab. So hieß es zumindest.
Tatsächlich gab es aber 2 Maß zum Preis von einer, was uns kurzfristig vor eine schwere, aber lösbare Herausforderung stellte.
Aber so wild wollten und haben wir es dann doch nicht getrieben, was einem sehr schönen Abend aber keinen Abbruch tat.


« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2020 Ductrail

Theme von Anders NorénHoch ↑