Quick&Dirty

So schön der externe Soundblaster auch ist, dass der einfach nur so auf dem Tisch liegt und sich durch die Bewegungen am Kabel dauernd hin und her bewegt, finde ich störend. 

Aber mit einem 3D-Drucker im Hause und Thingiverse als Datenbank geht da schnell mal was. Da der Ender nach dem Umbau ja auch mal was zu tun haben sollte, bot sich das Teil sofort an. 
Auf absehbare Zeit muss man da nochmal was dran feilen, aber fürs erste erfüllt es seinen Zweck.

 

 

Ender3 Umbau auf Silent-Board

Der Ender3 bietet bekanntlich für recht kleines Geld den Einstieg in das Abenteuer 3D Druck. Für ca. 200€ bekommt man einen 3D-Drucker, der einfach aufzubauen und zu bedienen ist.
Sehr viel einfacher und günstiger geht es wohl kaum.
Entsprechend verbreitet ist er auch auf der ganzen Welt, ein Vorteil, vor allem wenn es um Modifikationen die irgendeiner Verbesserung dienen sollen, geht.
Zunächst gab es vor allem druckbare Mods, mal mehr mal weniger nützlich.
Die Herstellerfirma, eine Techbude in Shenzhen, dem Silicon Valley Chinas in unmittelbarer Nachbarschaft zu HongKong, ist aber mit dem Erfolg des Ender3 ebenfalls gewachsen und hat einige Nachfolger auf den Weg gebracht.
Aber viel wichtiger für mich war die Weiterentwicklung der Ender3 Plattform. Mittlerweile gibt es so einige Mods aus dem Portfolio des Herstellers, die in der Tat sehr interessant sind.
Zum einen das „Silent-Board“, was einen leiseren Druck verspricht und nebenbei endlich die „Overheat-Protection“, also den Überhitzungsschutz  implementiert hat. Eine sinnvolle Sache, die einen deutlich besser schlafen lässt, wenn man mal wieder über Nacht drucken muss.
Das das Ganze dann noch sehr viel leiser sein soll – von meiner Seite keine Einwände!
Im Sale wurde das Board vor kurzem für 26€ angeboten. Da schlägt man ja mal gerne zu!

Geliefert wurde das Board erwartungsgemäß im original Creality 3D Karton inklusive Umbauanleitung. Natürlich in englisch und ebenfalls erwartungsgemäß eher spartanisch.
Allerdings werden einfach nur alle vorhandenen Kabel 1:1 umgeklemmt und da min 70% schon beschriftet ist, reichen ein paar selbstgemachte Bilder völlig aus um den Umbau durchzuführen.

Die Abdeckung ist mit 3 Inbusschrauben gesichert und schnell demontiert. Die Steckverbindungen zu lösen ist die größte Herausforderung beim Umbau, denn so ziemlich Alle sind mittels Heißkleber „gesichert“ und entsprechend bescheiden zu demontieren. Ein echt übles gefiddel mit Skalpell und Pinzette, bis die Klebestellen entweder entfernt oder zumindest soweit geschwächt sind, dass ein Entfernen der Stecker möglich ist.

 

Die Stromkabel sind recht eindeutig und somit nicht so schwer umzubauen.

Nachdem alles umgeklemmt war und das Board wieder mit den erforderlichen Schrauben gesichert wurde, folgte das erste Einschalten.
Sowohl Display als auch Lüfter liefen.
Die Verbindung zum Raspberry und somit zu Octoprint wird beim neuen Board mittels Mirco-USB realisiert, was die kurze Suche nach einem entsprechenden Kabel zur Folge hatte.
Nachdem auch diese Verbindung stand und Octoprint gestartet war, die erste Ernüchterung. Octoprint spricht von fehlerhafter Firmware!

Eine kurze Befragung des Internets zu diesem Thema ergibt ein Update für Octoprint, was mit ein paar Handgriffen erledigt ist.

Der erneute Start von Octoprint und die ersten Verfahrversuche sind irritierend. Irgendwie koordiniert man drücken der Maustaste und hinschauen nicht, denn es erfolgt keinerlei akustische Rückmeldung der Schrittmotoren mehr.
Die Irritation weicht schnell der absoluten Begeisterung, denn von den Bewegungen hört man praktisch nichts mehr. lediglich die Lüfter von Netzteil und Hotend sind noch zu vernehmen. (was man im Übrigen auch noch ändern kann!)

Unglaublich was der Wechsel der Treiber für die Motoren akustisch gebracht hat! Das wird der eigentliche Wechselgrund, die Overheat-Protection, fast zur Nebensache!

 

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Meine Empfehlung: MACHEN! Auch zum Normalpreis von 39€.
Für den zweiten Ender ist das Board schon bestellt!

Happy Birthday, Ductrail!

Ja, es ist tatsächlich soweit, der komische Blog wird 10 Jahre alt!


Was als Dokumentation unserer Quad-Aktivitäten begann ist zu einem Nachschlagewerk unseres Camping-Wahnsinns geworden. 
Es ist für uns immer wieder schön zu lesen welche Wege, Irrungen und Ideen uns über die Jahre im Prinzip permanent am Basteln gehalten haben. 

Ob wir das missen wollen? Nein, auf keinen Fall!
Gibt es eine Entscheidung die ihr bereut?
Oh, ja!
Aber man muss relativieren, alles hat seine Zeit!
Die Quads z.B. waren einfach Spaßmaschinen und diesen Zweck erfüllten sie excellent.
Für das, was wir dann aber wollten, waren sie nicht so gut geeignet wie Motorräder. Jetzt würde ich die Quads sofort wieder nehmen..

Die Zeit schafft Ideen und Bedürfnisse und jede aus diesen resultierende Aktivität wiederum schafft neue, die man vorher gar nicht hatte…

Aber eine Sache, da muss ich wirklich sagen, die war falsch!
Wir hätten den aktuellen Ducci nicht kaufen sollen, bzw nicht in dieser Form. 
Auch etwas, was man erst im Nachhinein merkt – das Auto ist zu lang um alltagstauglich zu sein. Und damit haben wir das bekommen, was wir eigentlich nie wollten: Ein Extrafahrzeug für den Urlaub. 
Hätten wir einfach den kleinen Ducci gegen eine gleich lange Version mit etwas mehr Komfort und eventuell einem hohen Dach ausgetauscht, wären wir besser bedient heute. 
Die Tauglichkeit für den Alltag, die Möglichkeit einen Wohnwagen anzuhängen, gleichzeitig aber auch ohne alles für ein Wochenende loszuziehen, es war in der Nachbetrachtung das perfekte Fahrzeug!

Aber wie sagt man so schön: „Hätte, hätte, Fahrradkette...“

Seit dem Beginn unserer Campingurlaube hat sich die Situation beim Camping massiv verändert und das Jahr 2020 mit seinen speziellen Herausforderungen trägt gerade nicht zu einer Entspannung bei, ganz im Gegenteil. 
Camping boomt und das was für uns Camping war und ist wird immer schwerer zu finden. 
Einfach einen Platz mit etwas Ruhe und Draussen, wo man einfach den Tag genießen kann?
Das wird zunehmend schwierig, zum einen weil alles randvoll ist und zum anderen weil diese Art des Campings keiner mehr sucht. Party, Party, Party! Lärm von früh morgens bis spät Abends! 
Das brauche und will ich nicht!
Gleichzeitig merke vor allem ich das ich immer weniger Lust habe auf das, was jemand auf Facebook als „Rudelkacken“ so treffend zusammengefasst hat. 
Das Verhalten der Menschen, insbesondere in Bezug auf ihr Verhalten im Sanitärbereich wird immer und immer schlimmer. 

Wir hoffen inständig, das dies vor allem an der speziellen Corona Situation liegt und sich hoffentlich im Laufe des nächsten Jahres legen wird. 
Was wir auf Ductrail sonst in Zukunft berichten werden wissen wir tatsächlich noch nicht. 

Aber im Prinzip ist das ja auch egal. Hauptsache man ist unterwegs. Und ich glaube nicht das wir dem Camping abschwören werden. 
Nischen suchen und deren Existenz nicht breittreten. Eventuell auch eine gute Möglichkeit. 
Auf jeden Fall werden Kreuzfahrten, sollte die Coronabedrohung irgendwie gelöst werden können, einen gewissen Raum einnehmen. Denn die zwei die wir gemacht haben, machten Appetit auf mehr. Insbesondere die Letzte, wo wir schon wussten was passiert und was man wann wo tun muss. 

Mal sehen. 

Auf jeden Fall wünsche ich mir vor allem, das wir Corona gut überstehen und das es bald eine Lösung für den Mist gibt!

 

Gute Reise!