Das neue 19″ Rack…..

Jetzt spinnt er total, oder? 
Nein eigentlich nicht. Zwar sollte das Ganze eigentlich am neuen Arbeitsplatz eingebau werden und auch die Synology-Server beheimaten, aber die passten so gut im Wohnzimmer in den Schrank, dass ich sie dort eingebaut habe. Zumindest vorerst. 
Das 19″ Rack existierte ja noch nicht und die Dinger mussten laufen. 

Der Grund für die lange „Bauzeit“ ist, wie für vieles im letzten Jahr, Corona. Ikea hatte zu. Und als Ikea kurz auf hatte, hatte ich einfach keine Lust mich mit 500 anderen Menschen in einen Haufen zu stellen um da rein zu kommen, 
Wir sind eben nicht in England, wo die Menschen das Anstehen besser beherrschen. 
Langer Rede kurzer Sinn: Ich brauchte einen Ikea Lack Tisch und bekam keinen.

Ja, schon wieder einen Ikea Lack Tisch.
Es ist erstaunlich für was dieses 6€ Möbel alles taugt. Wer Ikea kennt, weiss z.B. dass praktisch keine Aufbewahrungsserie gut, ohne viel Platz zu verschwenden, in ein Ikea Möbel passt. Zwar immer nur knapp, aber es passt nix zusammen. Für mich im Übrigen immer wieder erstaunlich wie bescheuert die Verantwortlichen da sind. Aber anderes Thema. 
Für die Multifunktionalität des Lack Tisches kann Ikea nix. Mit Sicherheit nicht. Das ist blanker Zufall. Aber egal, das Teil eignet sich nicht nur um nette Druckertürme zu bauen, sondern hat zwischen den Beinchen genau den Platz, dass 19″“ Equipment dort hinein passt. 
Egal ob man nun aus der Musikecke kommt, in der 19″ Zeugs sehr verbreitet ist, oder aus der EDV – das Tischlein ist universell einsetzbar!

Ein paar Beispiele : 

Irgendwann hatte ich die Faxen satt und habe mir den Tisch bei Amazon bestellt. Für 10€ statt 6€.
Dafür war der dann auch einen Tag später da. Guck mal Ikea, sowas geht auch unter 4 Wochen!

Heute habe ich dann endlich mal die Komponenten eingebaut. Zunächst nur die Steckdosenleiste und das Switch, dass die verstreuten 5 Anderen ersetzt. 

Noch die Kabel bändigen und morgen einbauen.

 

Power für den Druckerturm

Die beiden Ender3 haben ja in einem „Druckerturm“ ihre Bleibe gefunden. Gebaut wurde dieser aus 3 Ikea Lack Tischen zu je 6€. Wo nötig, wurden die Beine mittels 3D Druck verlängert.
Räder drunter und fertig ist der Druckerturm. 

Im „Keller“ befindet sich zur Zeit auch noch die kleine 3018 CNC Fräse. Aber nur als Parkplatz, für den Betrieb muss die Kleine raus auf den Balkon. Die saut sonst alles ein. 
Ebenfalls im „Keller“ die Stromversorgung der Drucker und zugehörigen Raspberry Pi´s, auf denen die Druckersteuerung via Octoprint läuft. 

Die WLan Steckdosen von TP-Link setzte ich schon eine geraume Zeit ein und immer wenn die mal wieder im Angebot sind kommen welche dazu. Diesmal der 3-Pack für 16€. 
Vier brauchte ich, eine hatte ich noch. Kommt also wie gerufen, das Angebot. 
Zwar passt die Steckerleiste nicht perfekt in den Turm, aber eine neue, passende zu kaufen , während hier noch ca. 15 Stück rumliegen? Nein, da musste der innere Monk schweigen!

Die Steckdosen lassen sich nun via Handy oder PC schalten. Je zwei Steckdosen bilden eine Gruppe, so das auf Knopfdruck Steuerrechner und Drucker anspringen. 
Die TP-Link Steckdosen lassen sich auch ohne Cloud schalten, sogar via Python, was mir sehr entgegen kommt. Man kann die Cloud sogar ganz ausschließen, wenn man Bedenken hat. 
Und für Octoprint, was ja auch ein Python Programm ist, gibt es ein neues Plug-In, was es erlaubt die TP-Link Steckdosen zu schalten. Oder im Klartext: Ist der Drucker fertig, schaltet Octoprint ihn aus, wenn er dann über eine TP-Link Streckdose geschaltet wird. 
Ich habe das zwar noch nicht getestet, werde das aber tun!

Wenn alles perfekt läuft müssen die Kabel noch ein wenig gebändigt werden und dann ist auch dieser Teil fertig!

 

Ender3 Umbau – die Zweite….

Manches kommt dann doch eher unerwartet. Das erste Board hatte ich ja im Angebot „geschossen“ und für diesen Preis hatte ich auch eher kein schlechtes Gewissen. 
Ich habe es ja ohnehin recht leicht. Kaum eine „Banf“ (Bestellanforderung ), die bei meiner Frau für Hobbydinge eingeht, wird irgendwie abgelehnt oder groß in Frage gestellt. 
Aber das ich jemals die Anweisung bekommen würde, Geld für Hobbyprojekte auszugeben – nun, DASS hatte ich nun wirklich nicht erwartet. 

Die Drucktests mit dem umgebauten Ender3 waren erfolgreich und vor allem eines: Leise. 
Man hört den Drucker praktisch nicht mehr. Und im Video kommt der Unterschied auch leider nicht so zur Geltung wie in der Realität. 
Mit dem alten Board hörte man den Drucker durch die geschlossene Tür im Nebenraum so laut, dass es mit der Zeit unangenehm wurde. Das Fahren an den Nullpunkt bei Beendigung des Druckes war irgendwie immer eine Erlösung!

Nun hört man vom Drucker nur noch die Lüfter. Und die sind nicht sehr laut. 
Der Unterschied ist derart groß, dass meine Frau sofort meinte: „Den Anderen rüstest Du aber auch um, oder?“ und mir instant die Freigabe für die Bestellung des „Silent Boards“ zum Normalpreis gab. 

Gesagt, getan. 

Neben dem „Silent Board“ hatte ich ja noch ein paar andere Dinge im Regal, die noch in einen der beiden Ender eingebaut werden sollten. Unter anderem den „Direkt Drive Extruder“, der es ermöglicht ohne Bowden zu drucken. Das ist für z.B. TPU etc. natürlich ein Vorteil.  Angeboten zum Sale-Preis von knapp 30€ bei Bangood direkt von Creality in China. Ein Angebot, dem ich natürlich nicht widerstehen konnte. 
Eigentlich sollte der Extruder schon beim ersten Drucker eingebaut werden, aber als ich das Board schon getauscht hatte, wurde mir klar, dass ein Einbau nur mit einer erneuten Schrauberei am Board verbunden wäre. Da entschied ich spontan, das der andere Ender den Extruder bekommt. 
Starke Federn waren auch noch im Regal. Insbesondere bei der Verwendung einer Glasplatte sind die original Federn nicht mehr nutzbar. Sie sind einfach zu schwach. 

Diesmal startete ich den Umbau mit der Demontage des Druckkopfes. Die untere Schraube lösen und der Druckkopf kann mit etwas Überzeugung abgenommen werden. Der neue Extruder wird komplett aufgebaut mit Druckkopf und Verkabelung geliefert. 
So wie der Alte runter, kam der Neue drauf, untere Schraube lösen und draufwurschteln. Sitzt!

Das nun Folgende war mir ja zumindest bekannt. Die Schrauben der Abdeckung entfernen, ein wenig mit Farbe alles zweifelhafte beschriften und die Kabel abziehen. Natürlich wurde dieses Unterfangen wieder durch Heißkleber erschwert. 
Aber wenn man den Heizkleber mit einer Spitzzange an einer Seite packt, kann man diesen mit Glück in der Art am Stück abziehen, wie man eine Dose Cornet-Beef öffnet. Schön einrollen!

Das klappte erstaunlich gut und so war die Demontage recht schnell erledigt. 

Diesmal musste aber der Kabelstrang aufgedröselt werden und die Kabel zur Steuerung des alten Extruders und Druckkopfes entfernt werden. 

Eine Demontage der Wanne war nötig und dann ein vorsichtiges Auftrennen des Klebebandes. Dann die alten Leitungen entfernen und den neuen Kabelstrang einfädeln. 
Die Verdrahtung erfolgt analog des vorherigen Umbaus. Also für einen nicht Elektroniker und Grobmotoriker wie mich machbar.

Nach und nach fanden alle Stecker ein Zuhause und die Abdeckung konnte wieder montiert werden. 
Der spannende Moment, irgendwie im wahrsten Sinne des Wortes, war dann das Einschalten. Aber alles was sich bewegen sollte bewegte sich und alles was etwas anzeigen sollte, tat dies ebenfalls. 

Sehr schön. Nun der erste echte Test. 
Pi mit Octoprint dran und System hochfahren. Bett einschalten, Hotend einschalten – alles läuft. 
Achsen abfahren. Alles funktioniert wie es soll. 
Wiederum sehr schön und ich bin gerade ein gaaaaaanz klein bisschen stolz auf mich. 

Das Bett gelevelt und einen ersten Druck mit dem neuen System. 

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