Kategorie: Reisen (Seite 1 von 68)

AIDAPrima Ostsee3: FAZIT

Das ich das Fazit erst heute schreibe, ist sicher gut. 
Hätte man mich kurz nach dem Anlegen gefragt ob ich jemals wieder ein Kreuzfahrtschiff betreten werden, hätte ich dies vehement verneint.
Das ist nun doch etwas anders, etwas differenzierter.
Aber von Vorn:

1. Reiseziel: 

Die Auswahl der Ostseetour war eine sehr gute Idee. In dieser gebündelten Form kommt man halt an diese Orte nicht so schnell, insbesondere nach Russland. Die Formalitäten sind bei einer Individualreise doch schon eine Herausforderung. 
Gelohnt hat sich das auf jeden Fall. Vor allem Stockholm und St. Petersburg waren herausragend, Tallin super und Helsinki halt auch dabei. 
Aber das ist schließlich Geschmackssache. 
Für einen „richtigen“ Besuch ist die Zeit natürlich zu kurz, aber um sich mal einen Eindruck zu verschaffen, eignet sich diese Kreuzfahrt hervorragend.
Fazit:   

2. Unterkunft:

Ja, ich habe extra nicht „Schiff“ geschrieben, die Schiffe sind unter Umständen sehr unterschiedlich, die Kabinen nicht unbedingt.
So sind die Kabinen beim neuesten Schiff, unserem Schiff und einigen kleineren so gut wie identisch. Baukastensystem halt. 
Und die Kabine war absolut in Ordnung. Nein, sogar sehr, sehr gut. 
Auf dem Bett, welches sowohl in Größe und Ausstattung absolut in Ordnung war, habe ich sehr gut geschlafen. 
In der Kabine gab es zudem ja noch einen Stuhl und eine Couch, beides absolut brauchbar und bequem. 
Die Unterhaltungseinheit mit TV und darin integriertem Schiffsnetz in dem allerlei an Infos allgemeiner, aber auch spezieller, kundenbezogener Art zu finden waren. Ob welcher Ausflug gebucht wurde und wo es wann los geht, bis zu den Füllständen der Restaurants, vom Shop bis zur Onlinevideothek, alles da. Bug-, Back- und Steuerbordkamera natürlich auch.
Ein tolles Bad mit Dusche und WC und ein begehbarer Kleiderschrank runden die Ausstattung der Kabine ab. 
Dazu der Balkon mit 2 Stühlen, Tisch und einer, bei Bedarf zu montierenden Hängematte. 
Mehr geht nicht. Prima, wir haben uns sehr wohlgefühlt.

Fazit:

3. das Schiff

Die AIDAPrima ist im Prinzip ein tolles Schiff. Mit allem ausgestattet was man sich wünschen kann und zudem damit was einem beim Wünschen nicht eingefallen ist. 
Bei manchen Sitzgelegenheiten denkt man sich zwar, ob der Designer dort auch einmal länger als 5 Minuten gesessen hat, aber ok, irgendwas ist halt immer. 
Das Problem ist die Größe. Mit 124100 GT ist die Prima fast doppel so groß wie die z.B. AIDAMar die ja im Prinzip die gleiche Tour gefahren ist, im Gegensatz zu uns aber nach Stockholm einfahren durfte.
Aber das ist eigetnlich auch alles noch in Ordnung.
Gestört hat mich,dass das Personal fast unmenschliche Arbeitszeiten hatte. Das sollte einfach nicht sein!

Fazit:

4. Die Belegung

Hier ist das Problem der ganzen Kreuzfahrt zu finden.
Zum einen die schiere Menge der Gäste. Zahlen zwischen 4500 und 5000 Gästen waren im Umlauf! 
Das ist meines Erachtens mindestens 30% mehr als dem Schiff gut tut. 
Nichts verläuft sich, alles ist immer randvoll. 
Gruselig!
Das kann AIDA beeinflussen, aber das zweite Problem, das min. 40% der Gäste wirklich unterste Schublade sind, leider nicht. 
Jeder der sagt: „Ich bin stolz ein Deutscher zu sein“ sollte einmal eine Kreuzfahrt mit so einem Schiff und diesen Gästen machen. 
Im Anschluss sollte der Gedanke gegessen sein. 
Ernsthaft, was da unterwegs war – wenn man es nicht erlebt hat, kann man es nicht verstehen. Und sich im Restaurant besaufen, weil der Tischwein umme war, ist dabei nicht einmal das Schlimmste. 
Grundlagen des normalen Benehmens – Fehlanzeige!
Richtig, richtig schlimm!

Fazit:

Eine Kreuzfahrt würde ich wieder machen, allerdings auf einem kleineren Schiff. 
Ob das Problem mit einer großen Anzahl Mitreisender dann auch so groß ist, oder nicht bliebe abzuwarten.

Kreuzfahrtschiffe fahren leider einige sehr spannende und zugleich kaum mit dem Wohnmobil zu erreichende Ziele an, die ich sehr gerne sehen würde. Grönland, Island z.B. werden in einer Reise angeboten. Sowas ist auf eigene Faust nicht zu machen. Da würde ich dann doch noch einmal gerne auf ein Schiffchen steigen!

Fazit über alles:  

AIDAPrima – Tag7+8 Seetag und Ankunft

Der Seetag war angenehm. Recht schönes Wetter und wir dümpelten im gleichen Takt wie das Schiff durch den Tag, unterbrochen nur von einer kurzen Sporteinheit im bordeigenen Fitnesscenter. 

Einen festen Termin hatten wir aber dennoch, ein letzter Vortrag der Lektorin über das Haus Romanoff, 2h und diesmal nicht im Hauptsaal, sondern in den Räumen des Nachtclubs. 
Leider stellte sich heraus, das die Kapazität nicht ansatzweise die Nachfrage abdecken konnte. Selbst der Hauptsaal wäre locker voll geworden, aber bei so einem Thema haben sich die AIDA-Leute sicher gedacht, das die Neckermänner lieber saufen gehen. Tja, so kann man sich irren. 
Die Lokation war nicht nur zu klein, sie roch auch wie ne tote Oma, was aber wiederum zu den Romanoffs passte, von denen ja so ziemlich alle um die Ecke gebracht wurden und da ja auch schon ne Weile liegen.
Auf jeden Fall wieder 2 Stunden spannende Geschichten – und viel gelernt!
Der Rest des Tages war wieder Entspannung pur.


AIDAprima – Tag6: Stockholm

Unser letztes Ziel, Stockholm offenbarte ein weiteres Manko eines so großen Kreuzfahrtschiffes wie der AIDAPrima.
Nach Stockholm rein is nich!
Die uns immer wieder begegnende AIDAMar, mit ihren nur rund 75000GT, parkte locker flockig direkt in der Altstadt.
Wir dagegen mussten in Nynäshamn vor Anker gehen, rund 60 km und damit fast eine Stunde Fahrt von Stockholm entfernt.
Für Stockholm hatten wir eine Bootsfahrt gebucht, die erst am Nachmittag stattfand.
Somit gestaltete sich der Morgen sehr entspannt in der Kabine.
Der Bustransfer klappte dann auch ohne größere Staus, was bei Weitem auf dieser Strecke nicht die Regel ist.
Mit einem genialen Platz am Heck des Bootes genossen wir die Fahrt und bewunderten Stockholm von der Wasserseite aus.
Ich war glücklich, aber das Wasser und Bootfahren im Spiel waren, war das auch nicht weiter verwunderlich.

Stockholm ist ne tolle Stadt und schon bei der Anreise mit dem Bus hatte ich das Bedürfnis das eine oder andere Cafe aufzusuchen, an dem wir vorbei kamen.
Ich glaube da war ich nicht zum letzten Mal.

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