Kategorie: Kulinarisches (Seite 1 von 3)

Ajaccio

Marseille stand ja eigentlich auf dem Plan, aber Streiks in der südfranzösischen Metropole erforderten die Umroutung nach Korsika. Ich erwähnte es bereits. Und ebenfalls, daß wir darüber gar nicht traurig waren.

Gegen 10 Uhr heute Morgen legten wir auf Korsika an, in dem Städtchen Ajaccio im Westen der Insel.

der Liegeplatz im Hafen von Ajaccio

Der Liegeplatz ist tatsächlich mitten in der Stadt, was den Landgang sehr einfach und angenehm gestaltete. Runter von Bord und rein in die Stadt.

Zunächst am Wasser entlang um noch ein paar Bilder von dem Hafen und der Bucht zu machen, dann aber schon bald bergauf in Richtung Innenstadt.

Auffällig ist das alles was irgendwie an einer Hauptblickachse liegt recht gepflegt bis absolut herausgeputzt ist, während ein Blick in eine Seitenstraße oder in einen Hinterhof eher abschreckend wirkt.

Allerdings leidet die Bausubstanz unter dem Meeresklima mehr als wir Mitteleuropäer das allgemein für möglich halten.
Die Hautpstraße, die Richtung Place du Général de Gaulle führt sieht aber einfach nur toll aus und lädt zum shoppen ein. Leider hauptsächlich Dinge, die man kaum oder gar nicht mit an Bord bringen kann.

Wie gesagt endet die Straße am Place du Général de Gaulle der einfach toll aussieht und mit seinen Cafes zum verweilen einlädt.
Geht man ganz durch Richtung Wasser, steht man praktisch auf dem Dach des Casinos und hat eine schöne Sicht auf die darunter verlaufende Promenade.

Blick auf den Platz
Blick auf die Promenade

Die Treppen runter entdeckten wir ein nettes Cafe mit freien Plätzen direkt an der Promenade und nahmen auf einen Cappuccino platz.
Ende Januar, bestes Wetter, knappe 20°C und alles voll. Haben sich die Cafe- und Restaurantbesitzer wohl auch nicht träumen lassen.
Wir finden das ebenfalls toll und genießen die Zeit.

Sehr gemütlich geht es zu Fuss weiter am Wasser entlang Richtung Schiff, wobei wir jeden Meter immer wieder von der Aussicht beeindruckt sind.

Der Abend auf dem Schiff verläuft dann in Anbetracht des vorgezogenen, morgigen Seetages feucht, fröhlich.
Im Brauhaus haben wir mal das Zwickel probiert, ein aus Meerwasser gebrautes, unfiltriertes Bier was sehr süffig ist.

Natürlich wird das Meerwasser vor Gebrauch aufbereitet und daher ist dieser Umstand eigentlich nichts besonderes. Das handwerkliche Können lässt sich aber sowohl schmecken, als auch am nächsten Morgen merken. NICHTS, obwohl es die Maß in der Happy Hour zum halben Preis gab. So hieß es zumindest.
Tatsächlich gab es aber 2 Maß zum Preis von einer, was uns kurzfristig vor eine schwere, aber lösbare Herausforderung stellte.
Aber so wild wollten und haben wir es dann doch nicht getrieben, was einem sehr schönen Abend aber keinen Abbruch tat.


Keto auf’m Kutter?

Wer sich ketogen ernährt möchte dies ja nicht dauernd unterbrechen, manche ja nicht einmal für einen Urlaub. Während man zu Hause oder im Campingurlaub die Ernährung ja weitestgehend selbst bestimmt ist dies auf einer Kreuzfahrt ja völlig unmöglich. Daher die Frage: Ist Keto auf’m Kutter möglich?

Die Ernährung bzw. das Mästen auf einem Kreuzfahrtschiff ist schon etwas ganz besonderes . In der Regel kann man den ersten Kaffee gegen 6.00 Uhr in der Früh zu sich nehmen, wo dann in From von Teilchen und anderem Gebäck die erste Nahrung des neuen Tages verfügbar ist. Und ja, der Prä-Frühstückssnack wird eifrig genutzt. Frühstück gibt es meist dann schon ab 6.30 und so geht es weiter über Mittagessen, Kaffe und Kuchen und Abendessen, wobei sich die jeweiligen Öffnungszeiten der verschiedenen Restaurants satt überschneiden.

Man soll es nicht für möglich halten, aber es gibt sehr viele Leute die hier auf dem Schiff tatsächlich mindestens vier Mahlzeiten mit geschätzten 1000 bis 1500 Kalorien pro Mahlzeit zu sich nehmen und schon anstehen bis das Restaurant der Wahl öffnet, oder schon einmal in einem anderen Restaurant eine „Kleinigkeit“ zu sich nehmen um den größten Hunger zu besänftigen. Aber ok, das ist nicht das Thema .

Will man bei Keto bleiben, fällt der Kaffee und Kuchen Termin zunächst mal aus, womit wir dann bei 3 möglichen Mahlzeiten am Tag wären. Die Speisen in den Restaurants werden in Buffetform angeboten, so daß man sich individuell aussuchen kann was man möchte.

Erfreulich ist dabei, daß es immer irgendetwas gibt wie z.B. gegrillte Steaks, das pur, also ohne Soße angeboten wird. Gleiches gilt für Salate, die ebenfalls pur zu bekommen sind. Ebenso gibt es auch immer Gemüse in sehr einfach angemachter Form, also ebenfalls ohne schwere, meist stärkehaltige Soßen.

Ein schmackhaftes Essen das sich an die Regeln der ketogenen Ernährung hält, ist somit vom Frühstück an verfügbar.

Leicht wird es dem Keto jünger allerdings nicht gemacht, denn der Grund warum sich Hinz und Kunz hier bis Unterkante Oberlippe den Wanst vollknallt ist nicht nur, daß das Essen kostenlos ist, sonder dummerweise auch, das es hier sehr viele , verdammt gute Leckereien gibt. Hier auf der SOL ist das Essen schon sehr gut, leider eine Kategorie schlechter als auf der PRIMA. Da war stellenweise jeder Widerstand zwecklos. Vitello Tonnato, Roastbeef und Nachspeisen, die einen um den Verstand bringen können.

Um dem Kalorienoverkill trotzdem entgegenzutreten betreiben wir hier „Mealskipping“, oder ganz ordinär ausgedrückt: Wir lassen eine Mahlzeit aus. Meist das Frühstück, manchmal aber auch das Mittagessen. Wenn man dann nur jeden zweiten Tag mal am Kuchen nascht, das Fitnessstudio täglich aufsucht und sich ansonsten auch viel bewegt, spricht geht, ist alles noch erträglich.

Wieder Radeln…

Es ist strahlend blauer Himmel und die ersten Mitcamper stöhnen ob des heißen Wetters. Also gute Bedingungen für eine weitere Radtour.

Das Naturschutzgebiet Leyhörn bzw. Greetsiel sollte das Ziel sein. Vom Platz aus ging es immer am Deich entlang.
Die Landschaft ist zwar schön aber wie soll man sagen…ei……..beliebig – beliebig ist wohl das richtige Wort. Schläft man in Rysum als Beifahrer im Auto ein und wacht in Bensersiel wieder auf muss man entweder hier geboren sein oder die Straßenschilder lesen um zu wissen wo man ist. Alles wirkt austauschbar.

Die Landschaft am Deich ist über Kilometer gleich. Dadurch zieht sich die Strecke und der Leuchtturm als Landmarke kommt einem wirklich gelegen.
Für Ornithologen allerdings ist das Gebiet um Leyhörn eine wahre Schatztruhe und so sieht man auch überall Leute mit Ferngläsern oder riesigen Teleobjektiven.

Den Plan die Leyhörn ganz zu umrunden gaben wir wegen des schmalen,schlechten und überfüllten Weges auf. Wir bogen dann Richtung Greetsiel ab und erreichten den Hafen praktisch von der Wasserseite aus.


Wir durchquerten den Ort und Anne stellte „rein zufällig“ fest das man in Greetsiel ganz toll ingressen kann……
<INGRESS>
Mit Fahrrad und Kameras und Rucksack usw. war mir das aber einfach zu viel.
Wir schlugen den Rückweg ein der uns durch die Dörfer bringen sollte. Aber bei der nächsten Gelegenheit bogen wir wieder Richtung Deich ab. Neben einer Straße herfahren ist eben nicht so doll.

Mit knapp 30km auf der Uhr erreichten wir wieder den Campingplatz, doch statt ausruhen ging es mit gefüllten Accupacks per Auto gleich wieder zurück. Den Mii abgestellt kämpften wir uns Portale hackend durch die Ortschaft und legten so noch ein paar Kilometer zu Fuß zurück bis auch das Letzte Portal gehackt war.

Auf dem Rückweg sammelten wir bei einem Fischhandel noch ein Kilo Krabben ungepult ein.

Damit werden wir uns dann gleich noch befassen. Mal sehen ob ich das noch kann oder wir auf ein Youtube-Video als Anleitung zurückgreifen müssen….

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