Irgendwie surreal,

man sitzt in der Sonne, einen Anruf und 8 h später legt man den Keller trocken und sieht kriegsähnliche Bilder der Verwüstung im Fernsehen und dann, nach einer sehr kurzen Nacht und nur 5h Fahrt, sitzt man wieder in der Sonne. Und das alles in weniger als 48h.
Am Samstag waren wir zum Frühstück wieder da.

Wenigstens war die Rückfahrt unproblematisch und ging recht schnell. 

Wasser im Keller…

Es sollte regnen, den ganzen Tag. Das war die Vorhersage für den heutigen Tag. 
Als wir gegen 7 aufwachten sah das Wetter aber völlig anders aus. Sonne pur. Eine hohe Luftfeuchte zwar, aber die Sonne, die die Feuchte zum großen Teil wegbrennen würde, schien bereits mächtig. 

Wir waren eigentlich guter Dinge für den heutigen Tag, obwohl mir nicht wohl war, allerdings ohne greifbaren Grund. 
Gegen acht wusste ich dann warum: die heftigen Niederschläge der letzten Tage hatten zu einem Wassereinbruch im Keller des Hauses meiner Mutter geführt.

Was tun? Das wir da hin mussten war klar, aber wie genau? 
Nach einigem rätseln beschlossen wir den Wohnwagen einfach stehen zu lassen, uns anzuziehen und loszufahren. Vor Ort das Gröbste zu erledigen und dann wieder zu kommen. 
Die Fahrt war kurz zusammengefasst eine Katastrophe. Vollsperrung der A1 wegen Überflutung und entsprechende Auswirkungen auf alle anderen Autobahnen. Mit anderen Worten: Ab NRW Standbild. 

Gegen 17.30 erreichten wir dann unser Ziel und begannen mit der Schadensbegutachtung und dem Aufräumen. So schlimm Wasser im Keller auch ist, wir bzw. meine Mutter hat großes Glück gehabt. 
Klar, ein paar Wasserschäden, aber nichts bedrohliches – zumindest auf den ersten Blick. 
Kein Vergleich zu dem was in der Eifel etc. passiert ist. Wir haben großes Glück gehabt!

Morgen werden wir weiter sehen und alles soweit aufräumen wie wir können, Ventilatoren aufstellen etc. 
Am Samstag oder Sonntag dann wieder hoch zum Wohnwagen!

 

Happy Birthday, Ductrail!

Ja, es ist tatsächlich soweit, der komische Blog wird 10 Jahre alt!


Was als Dokumentation unserer Quad-Aktivitäten begann ist zu einem Nachschlagewerk unseres Camping-Wahnsinns geworden. 
Es ist für uns immer wieder schön zu lesen welche Wege, Irrungen und Ideen uns über die Jahre im Prinzip permanent am Basteln gehalten haben. 

Ob wir das missen wollen? Nein, auf keinen Fall!
Gibt es eine Entscheidung die ihr bereut?
Oh, ja!
Aber man muss relativieren, alles hat seine Zeit!
Die Quads z.B. waren einfach Spaßmaschinen und diesen Zweck erfüllten sie excellent.
Für das, was wir dann aber wollten, waren sie nicht so gut geeignet wie Motorräder. Jetzt würde ich die Quads sofort wieder nehmen..

Die Zeit schafft Ideen und Bedürfnisse und jede aus diesen resultierende Aktivität wiederum schafft neue, die man vorher gar nicht hatte…

Aber eine Sache, da muss ich wirklich sagen, die war falsch!
Wir hätten den aktuellen Ducci nicht kaufen sollen, bzw nicht in dieser Form. 
Auch etwas, was man erst im Nachhinein merkt – das Auto ist zu lang um alltagstauglich zu sein. Und damit haben wir das bekommen, was wir eigentlich nie wollten: Ein Extrafahrzeug für den Urlaub. 
Hätten wir einfach den kleinen Ducci gegen eine gleich lange Version mit etwas mehr Komfort und eventuell einem hohen Dach ausgetauscht, wären wir besser bedient heute. 
Die Tauglichkeit für den Alltag, die Möglichkeit einen Wohnwagen anzuhängen, gleichzeitig aber auch ohne alles für ein Wochenende loszuziehen, es war in der Nachbetrachtung das perfekte Fahrzeug!

Aber wie sagt man so schön: „Hätte, hätte, Fahrradkette...“

Seit dem Beginn unserer Campingurlaube hat sich die Situation beim Camping massiv verändert und das Jahr 2020 mit seinen speziellen Herausforderungen trägt gerade nicht zu einer Entspannung bei, ganz im Gegenteil. 
Camping boomt und das was für uns Camping war und ist wird immer schwerer zu finden. 
Einfach einen Platz mit etwas Ruhe und Draussen, wo man einfach den Tag genießen kann?
Das wird zunehmend schwierig, zum einen weil alles randvoll ist und zum anderen weil diese Art des Campings keiner mehr sucht. Party, Party, Party! Lärm von früh morgens bis spät Abends! 
Das brauche und will ich nicht!
Gleichzeitig merke vor allem ich das ich immer weniger Lust habe auf das, was jemand auf Facebook als „Rudelkacken“ so treffend zusammengefasst hat. 
Das Verhalten der Menschen, insbesondere in Bezug auf ihr Verhalten im Sanitärbereich wird immer und immer schlimmer. 

Wir hoffen inständig, das dies vor allem an der speziellen Corona Situation liegt und sich hoffentlich im Laufe des nächsten Jahres legen wird. 
Was wir auf Ductrail sonst in Zukunft berichten werden wissen wir tatsächlich noch nicht. 

Aber im Prinzip ist das ja auch egal. Hauptsache man ist unterwegs. Und ich glaube nicht das wir dem Camping abschwören werden. 
Nischen suchen und deren Existenz nicht breittreten. Eventuell auch eine gute Möglichkeit. 
Auf jeden Fall werden Kreuzfahrten, sollte die Coronabedrohung irgendwie gelöst werden können, einen gewissen Raum einnehmen. Denn die zwei die wir gemacht haben, machten Appetit auf mehr. Insbesondere die Letzte, wo wir schon wussten was passiert und was man wann wo tun muss. 

Mal sehen. 

Auf jeden Fall wünsche ich mir vor allem, das wir Corona gut überstehen und das es bald eine Lösung für den Mist gibt!

 

Gute Reise!