Fast 7 Jahre ist der Blog nun alt und manchmal frage ich mich selbst warum, wieso und weshalb wir das alles geschrieben haben, aber mittlerweile ist der Blog nicht nur für unsere Familie, Freunde und Bekannte, er ist vor allem für uns selbst richtig wichtig geworden.
Darin zu lesen ist wie eine Zeitreise in unsere Vergangenheit. Und das macht Spaß! Und verursacht manchmal Kopfschütteln, über das, was uns „damals“ geritten hat das eine oder andere zu tun.
Aber wenn ich ehrlich bin möchte ich keine Minute anders machen – von den dauernden Krankheiten im Urlaub mal abgesehen, die hätte ich gerne ausgelassen!
Für alle anderen die diesen Blog durch Zufall mal finden und lesen: Ich hoffe Ihr habt genauso viel Spaß beim Lesen, wie ich beim schreiben!

Entstanden ist alles durch eine tiefe, massive Unzufriedenheit mit der damaligen Urlaubssituation.
Unzufriedenheit? Warum denn das? 

Ok, ich versuch das mal zu beschreiben:

Während der Pauschalurlaub auf Malta ( alles andere würde für Malta auch keinen Sinn machen ) immer recht gut war, waren wir praktisch von allen anderen Pauschalangeboten auf die eine oder andere Art enttäuscht.

z.B. Ägypten, 2 Wochen.
Flusskreuzfahrt mit Sightseeing, danach eine Woche Badeurlaub.
Die Flussreise war einfach nur genial, die Ausflüge super und die ganze Sache verdiente 5 Sterne pur – wäre da die Woche Hurghada nicht gewesen. 
Das Hotel war zwar auch absolut in Ordnung, aber alles andere eine absolute Katastrophe.
Alles außerhalb des Zimmers kann man nur als ätzend bezeichnen.
Wenn man den Abflugtag als Ziel des Urlaubs sieht, ist irgendwas nicht ok. 
Einzeln konnte man das nicht buchen – leider!

Tunesien, Djerba: 2 Wochen.
Hotel ganz ok, aber wie Knast.
Alles außerhalb war entweder verboten, nicht möglich oder unverschämt.
Dabei meine ich vor allem den Umgang, bzw. den Respekt – eigentlich den Nicht-Respekt – den man meiner Frau entgegengebracht hat. 
Sie ist nun mal kein Stück Fleisch, keine Sklavin oder Ähnliches, etwas was die männliche Bevölkerung wohl nicht verstanden hatte!
Als Resultat wäre es fast zu einer körperlichen Auseinandersetzung mitten auf einem Markt gekommen, wobei die Besonnenheit meiner Frau uns wohl den Arsch gerettet hat, denn ich hatte damals nur noch das Weiße im Auge. 
Aber das wäre allein schon aufgrund der verschiedenen Truppenstärken voll nach hinten los gegangen!

Die zwei Wochen Kreta die wir dann gebucht hatten gaben letztlich den Ausschlag für die komplette Neuorientierung unserer Urlaubsaktivitäten und den Blog.

Die Gegend war zwar schön aber dank Streik vor allem schön langweilig – wie schon öfter in den letzten Pauschalurlauben – kein Mietwagen, kaum ein Bus usw.
Wir waren mal wieder gefangen – in einem sehr schönen Hotel mit guter Versorgung, aber eben wieder einmal gefangen und die Langeweile kommt schnell..

Und was passiert wenn man in an sich gesehen schöner Umgebung Langeweile hat?
Richtig, man kommt auf dumme Ideen!
Ich saß also so vor mich hin spinnend auf der Dachterasse des Hotels und überlegte mir, was mich denn so an diesem Urlaub stört und wie man das ändern kann.
Sicher war ich nur mit einem: Pauschal möchte ich nicht mehr reisen. Aber wie dann?
Camping? Ferienwohnung? Mit dem Auto oder doch besser Motorrad?
Nun, das Wichtigste war auf jeden Fall schon einmal das ich die Welt sehen möchte und wenn möglich dabei Spaß habe.
Ok, ich kürze mal ein wenig ab und das Fazit war: Urlaub mit dem Quad. 
Das macht erstens Spaß, zweitens auch und man kann auch viel mitschleppen.
Aber das allerbeste an dieser blöden Idee: Meine bessere Hälfte fand sie gut!
Motorradführerschein war zu dieser Zeit noch kein Thema für meine Frau. Ich hatte meinen zwar, aber war schon ewig nicht mehr gefahren. 
Quads schienen wahrhaftig eine gute Idee zu sein!

Kaum aus dem Urlaub besuchten wir die ersten Händler und wurden bei KYMCO fündig. Ein guter Name in Sachen Quads und ATVs – bei PKWs würde man sagen. „Obere Mittelklasse“. 
Relativ schnell hatte ich meine KYMCO MXU500 IRS Lof und meine Frau ihre MXU 300 wide.

Tja, so ging das damals los mit Ductrail, damals noch Quadreisen im September 2010.

Seit dem ist viel passiert und es hat sich viel geädert.
Ansprüche ändern sich, Vorlieben auch. 

Und CAMPEN muss man lernen. 

Man muss aus den unzähligen Produkten von Obelink bis Hymer die finden, die für einen selbst passen. 
Man muss die richtigen Plätze und das richtige Maß fürs Gepäck finden. Die ersten male ist das oft ein Problem. 

Vor allem muss man langsam herausfinden was man will und was nicht.

Ganz zu Anfang – noch vor Quadreisen, zu einer Zeit wo Internet noch in den Kinderschuhen steckte –  war uns Bodenfreiheit wichtiger als Komfort – und die Webseite hieß explorers.de.

Unser erstes Auto war ein Pickup mit Wohnkabine. In die Welt sollte es damit gehen. 
Weit gekommen sind wir damit allerdings nicht. Zumindest nie so weit als das wir den Allrad jemals gebraucht hätten. 
Träumerische Vorstellungen gepaart mit Romantik und Unerfahrenheit können teuer enden…trotzdem war´s schön!

 
Wir haben sehr viel ausprobiert und uns langsam bis zum heutigen Stand entwickelt.  

Alles richtig machen wir noch immer nicht, aber eines haben wir immer: Wir sind unser eigener Herr! Und das lassen wir uns nicht mehr nehmen!