Ender3 Umbau – die Zweite….

Manches kommt dann doch eher unerwartet. Das erste Board hatte ich ja im Angebot „geschossen“ und für diesen Preis hatte ich auch eher kein schlechtes Gewissen. 
Ich habe es ja ohnehin recht leicht. Kaum eine „Banf“ (Bestellanforderung ), die bei meiner Frau für Hobbydinge eingeht, wird irgendwie abgelehnt oder groß in Frage gestellt. 
Aber das ich jemals die Anweisung bekommen würde, Geld für Hobbyprojekte auszugeben – nun, DASS hatte ich nun wirklich nicht erwartet. 

Die Drucktests mit dem umgebauten Ender3 waren erfolgreich und vor allem eines: Leise. 
Man hört den Drucker praktisch nicht mehr. Und im Video kommt der Unterschied auch leider nicht so zur Geltung wie in der Realität. 
Mit dem alten Board hörte man den Drucker durch die geschlossene Tür im Nebenraum so laut, dass es mit der Zeit unangenehm wurde. Das Fahren an den Nullpunkt bei Beendigung des Druckes war irgendwie immer eine Erlösung!

Nun hört man vom Drucker nur noch die Lüfter. Und die sind nicht sehr laut. 
Der Unterschied ist derart groß, dass meine Frau sofort meinte: „Den Anderen rüstest Du aber auch um, oder?“ und mir instant die Freigabe für die Bestellung des „Silent Boards“ zum Normalpreis gab. 

Gesagt, getan. 

Neben dem „Silent Board“ hatte ich ja noch ein paar andere Dinge im Regal, die noch in einen der beiden Ender eingebaut werden sollten. Unter anderem den „Direkt Drive Extruder“, der es ermöglicht ohne Bowden zu drucken. Das ist für z.B. TPU etc. natürlich ein Vorteil.  Angeboten zum Sale-Preis von knapp 30€ bei Bangood direkt von Creality in China. Ein Angebot, dem ich natürlich nicht widerstehen konnte. 
Eigentlich sollte der Extruder schon beim ersten Drucker eingebaut werden, aber als ich das Board schon getauscht hatte, wurde mir klar, dass ein Einbau nur mit einer erneuten Schrauberei am Board verbunden wäre. Da entschied ich spontan, das der andere Ender den Extruder bekommt. 
Starke Federn waren auch noch im Regal. Insbesondere bei der Verwendung einer Glasplatte sind die original Federn nicht mehr nutzbar. Sie sind einfach zu schwach. 

Diesmal startete ich den Umbau mit der Demontage des Druckkopfes. Die untere Schraube lösen und der Druckkopf kann mit etwas Überzeugung abgenommen werden. Der neue Extruder wird komplett aufgebaut mit Druckkopf und Verkabelung geliefert. 
So wie der Alte runter, kam der Neue drauf, untere Schraube lösen und draufwurschteln. Sitzt!

Das nun Folgende war mir ja zumindest bekannt. Die Schrauben der Abdeckung entfernen, ein wenig mit Farbe alles zweifelhafte beschriften und die Kabel abziehen. Natürlich wurde dieses Unterfangen wieder durch Heißkleber erschwert. 
Aber wenn man den Heizkleber mit einer Spitzzange an einer Seite packt, kann man diesen mit Glück in der Art am Stück abziehen, wie man eine Dose Cornet-Beef öffnet. Schön einrollen!

Das klappte erstaunlich gut und so war die Demontage recht schnell erledigt. 

Diesmal musste aber der Kabelstrang aufgedröselt werden und die Kabel zur Steuerung des alten Extruders und Druckkopfes entfernt werden. 

Eine Demontage der Wanne war nötig und dann ein vorsichtiges Auftrennen des Klebebandes. Dann die alten Leitungen entfernen und den neuen Kabelstrang einfädeln. 
Die Verdrahtung erfolgt analog des vorherigen Umbaus. Also für einen nicht Elektroniker und Grobmotoriker wie mich machbar.

Nach und nach fanden alle Stecker ein Zuhause und die Abdeckung konnte wieder montiert werden. 
Der spannende Moment, irgendwie im wahrsten Sinne des Wortes, war dann das Einschalten. Aber alles was sich bewegen sollte bewegte sich und alles was etwas anzeigen sollte, tat dies ebenfalls. 

Sehr schön. Nun der erste echte Test. 
Pi mit Octoprint dran und System hochfahren. Bett einschalten, Hotend einschalten – alles läuft. 
Achsen abfahren. Alles funktioniert wie es soll. 
Wiederum sehr schön und ich bin gerade ein gaaaaaanz klein bisschen stolz auf mich. 

Das Bett gelevelt und einen ersten Druck mit dem neuen System. 

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