Fahrzeug-Zeugs

Das Kennzeichen, was wir über SIA´s Zulassungsdienst bekommen haben war halt ein normales Kennzeichen, einzeilig.
In Holland merkten wir dann, dass dies leider das Falsche ist. Zweizeilig, also so wie bei einem Motorrad, etc. – das wäre es gewesen! Meine Dummheit. Ich hätte selber mal auf die Idee kommen können, dass man sowas abklären muss, gerade wenn man so einen kleinen Wohnwagen kauft. 


Habe ich aber nicht. 
Also schrieb ich am Pfingstmontag an SIA´s Zulassungsdienst und bekam sofort einen Anruf! Am Feiertag! : „Kein Problem, machen wir!“ 
Natürlich wieder das volle Programm…Vollmacht, Papiere, das Kennzeichen und natürlich auch den Ausweis. 
Die Vollmacht war noch als ausgefülltes PDF auf dem PC. Also kurz ausdrucken, unterschreiben lassen und in die Box packen. Dazu den Ausweis. 

Die Dame, die sich sehr für unseren Ducci interessierte hatte heute am frühen Morgen einen Termin gemacht bei meinem Bekannten, der den Verkauf für mich übernommen hatte. Ich kann zwar Anfragen beantworten, aber Zeit für einen Verkauf mit Besichtigung etc. hab ich nicht. 
Gegen 11.00 bekam ich dann die Nachricht, dass Ducci den Besitzer gewechselt hat. Ich hoffe zum einen, dass die Dame ihn gut behandelt und zum anderen, das unser Großer Ihr viel Freude bereitet!
Also habe ich mich aufgemacht und die letzten Formalitäten erledigt und anschließend bei SIA den Papierkram abgegeben. „Dauert aber bis morgen“ war Seine Antwort. 
Ich musste schon ein wenig lachen als ich antwortete, „Wenn es nächste Woche fertig ist, reicht mir das!“ „Kannst morgen abholen!“ die Antwort. Und wieder schnell und eine sehr freundliche Kommunikation!

Damit sind einige Punkte, die die Veränderung in unserem Campingfuhrparkt mit sich brachte, schon erledigt. 
Vor allem bei Ducci bin ich froh, dass er nicht bei einem Transporteur gelandet ist. Das wäre auch nix für ihn gewesen, er mag halt auch Camping!
So wird er ausgebaut und darf als Camper weiter die Welt sehen. Ich freue mich!

 

KIP KIP HURRA!

Heute war es dann endlich soweit, wir sollten unseren KIP in Holland abholen. Tja, das war ja noch was.. Holland…Hochinzidenzgebiet, bla,bla. 
Nein, wir haben die, sich gefühlt täglich ändernden Ein und Ausreisebestimmungen, nicht einmal, sondern täglich zweifach überprüft. 
Bis heute waren wir nun sicher: mit einem gültigen, negativen Coronatest (Gültigkeit 24h) können wir nach Holland rüber und müssen dort 10 Tage in Quarantäne, was aber freiwillig ist. 
Wenn wir dort nicht länger als 24h bleiben, entfällt die 10 tägige Quarantäne bei der Rückreise in Deutschland. Nur ein vom Land NRW anerkannter negativer Coronatest muss vorhanden sein. 
Ich möchte mich in diesem Rahmen nicht über die Absurdität dieser Regelungen äußern, sind die ungefähr ebenso wissenschaftlich fundiert, wie die 5 Sekunden-Regel bei den jungen Müttern, wenn der Kurze den Keks auf den Spielplatzboden neben die Hundescheiße schmeißt: „Wenn es nicht länger als 5 Sekunden gelegen hat, kann man es noch essen“

Aber egal, für uns war es dann endlich die Möglichkeit den Wohnwagen abzuholen, nachdem die Papiere angekommen und das Fahrzeug angemeldet waren. 
Am Donnerstag Nachmittag fuhren wir dann in Frechen zum Drive In Schnelltest. Alles war gut organisiert und als wir vom einkaufen nach dem Test zu Hause ankamen, waren die Mails mit den Testergebnissen ebenfalls angekommen. Mail oder schriftlich musste es sein für das Land NRW. SMS akzeptiert die Bundespolizei dagegen nicht.
Zweimal NEGATIV. Somit stand der heutigen Fahrt nichts mehr im Weg. 
Noch schnell die Anhängerkupplung montiert und sich dabei die Rippen geprellt – fragt einfach nicht, ich habe keine Ahnung wie ich das angestellt habe. Aber eines steht fest: die fast rein männliche Neigung die Anleitung erst zu lesen, wenn man mindestens 2 mal bei der Montage versagt hat, ist echt nicht zielführend!. Nicht das ich daraus nachhaltig lernen würde – ich bin schließlich ein Mann – aber das ist einfach Tatsache!

Der Termin war um 12. 12 Uhr an einem Pfingstwochenende? Nein, dachte ich mir, das sollten wir lassen. Frühes Aufstehen sind wir ja gewöhnt und ich überzeugte Anne schnell dies auch am heutigen Morgen zu tun. Normale Zeit : 04:40 Uhr. 
Kaffee, Badezimmer, los. 
Anne zog zur „Feier“ des Tages direkt ihre neuen schneeweißen Sneaker an. Sah echt gut aus.  
So fuhren wir zur Tankstelle und tankten voll, kontrollierten Öl und Luft. Als Anne vom bezahlen kam, trat sie auf einen Pflasterstein, der wohl nicht mehr vollständig fest saß und unter dem sich eine Menge Wasser in dem Loch angesammelt hatte, und sich nun in einem dicken Schwall über ihre schneeweißen Schuhe ergoss. 
Ok, also noch mal nach Hause. Trockene Socken und Schuhe an die Füße und die Schuhe mal abspülen. 
Nun konnte es mit Rückenwind, und ja, der hat sich in seiner Intensität heute sehr bemerkbar gemacht, nach Holland gehen. Die frühe Stunde sorgte für freie Straßen und so fuhren wir entspannt in etwas über 3 h nach Hoogeveen in den Niederlanden. Mit einem grandiosen Durchschnittsverbrauch von sage und schreibe 5.2 Litern, angezeigt und nach dem Beitanken ausgerechnet. 

Kurz nach 9 also schlugen wir bei Kip in Holland auf. Das wir einen Termin um 12 hatten, hat erwartungsgemäß keinen interessiert. Wir wurden sehr freundlich begrüßt und der Verkäufer, mit dem wir auch das ZOOM-Meeting vor dem Kauf hatten, versprach uns, ein Kollege würde gleich mit den Unterlagen kommen.
Zeit nochmal die Toilette aufzusuchen und sich die Ausstellung im KIP Store anzuschauen. 
Und die ist echt superschön gemacht. Wir haben auch sofort das zukünftige Zugfahrzeug für den Shelter gefunden. Wir müssen das da nur unbemerkt irgendwie rauskriegen. Wer Ideen hat, MELDEN!

Der Rundgang zeigte uns schnell eines: Wir hatten alles richtig gemacht. Die Shelter sind von sehr hoher Qualität und innen ist auch beim FEEL so wie beim LOOK (über ZOOM). Also alles prima. 
Die Entscheidung diesen Wohnwagen blind zu kaufen war richtig. Alles ist exakt so wie gezeigt. 

Wir waren gerade mit unserem Rundgang durch, da kam schon der ebenfalls sehr nette Mitarbeiter und nachdem wir Kaffee und Tee ausschlugen (immer an die Pipipausen denken!), gingen den Papierkram durch. 
Garantie: wer, wie, was etc. Schlüssel…
Dann ging es draußen weiter. Ich konnte mein Auto an die Halle setzten und dann kam die Einführung in unseren! Wohnwagen. 

Der Kleine ist klasse und passt perfekt in der Größe zu unserem Auto. Der hat das Anhängsel gar nicht bemerkt, erst als uns der Wind genau entgegenstand auf der Autobahn, da merkte man die Last deutlich, nicht zuletzt im Spritverbrauch!

Nach der Einführung gab es dann noch eine Flasche Sekt und Blumen für die Frau!

Nun wurde angekuppelt und wir machten uns bei gefühlten 10 Windstärken auf den Heimweg. 

Und es war sehr, sehr windig aber der Kurze war sehr, sehr gutmütig. Obwohl ich die meiste Zeit nicht unter 90 fuhr, zeigte der Kip keine Neigung zu irgendwelchen Ausbruchsversuchen. 
Wir hatten ein paar SIX-Packs mit Wasser dabei, um die Stützlast aufzubringen, schafften aber nur 50 Kg. 75 kg sollten es eigentlich sein. Mit den E-Bikes vorne auf dem Fahrradträger, wird das auch kein Problem sein, aber so mussten wir mit den 50 kg, die wir dank der Wasserflaschen erreichten, leben.
Und das konnten wir gut. Der Wind machte sich allerdings schon sehr bemerkbar und wir benötigten 7,2 Liter/100 Km und der SX musste ganz schön ziehen. 
Aber Automatik, Tempomat und Wohnwagen ist ein Traum! Ehrlich!. Nie wieder was anderes!

Zu Hause angekommen nahm der Kurze Duccis Platz in der Halle ein. Zunächst muss er da mal bleiben, bis wir Zeit haben alles einzuräumen. 

 

So, das war es dann für Heute! Bald stellen wir den Kurzen mal genau vor!

 

Suchen, buchen, fluchen!

Ok, der Urlaub im Juni ist Geschichte. 
Naja, so gaanz doll haben wir ja auch schon nicht mehr daran geglaubt, aber als dann die Nachricht kam, war es doch ein Schlag in die Magengrube. 
Vor allem hätte ich ja mit der Ansage „Öffnung ab Juli“ besser leben können als mit der Ansage „Öffnung einen Tag nach unserem Urlaub“.

Aber nach der Absage ist vor der Anfrage!

Wir hatten noch 10 Tage Resturlaub – also genauer nicht verplanten Urlaub – und diesen galt es jetzt zu planen. 
Im Juli war bei uns im Labor keiner weg. Zumindest in den zwei zusammenhängenden Wochen vom 10.7 bis 24.7. 

Zuerst mal an den Platz in Zierow gemailt. Aber die Damen und Herren sind dort, laut eigener Aussage, mit ihrer Arbeit so dermaßen überfordert, dass ich mit einer Antwort nicht innerhalb von einer oder 2 Wochen rechnen konnte. 

Also mal schauen was es denn so an attraktiven Alternativen so verfügbar ist?

Wir haben mal 4 andere Plätze angeschrieben bzw. angerufen und wie sollte es anders sein? Entweder man bekommt nix – oder alles! 
Bei allen Plätzen die wir anfragten, bekamen wir eine Zusage. 
Leider lief dabei nicht alles so glatt wie erhofft…

Platz 1. Campingpark Rerik:

Dort waren wir schon einmal und der Platz ist klasse! Dort als Alternative zu Zierow hinzufahren wäre aufgrund der Tatsache, dass wir ja nun immer einen Pkw haben, absolut kein Problem. 
Im Gegenteil, die Umgebung von Rerik ist mit den Rad der schön zu erfahren! Leider hatte sich der Platz erst nach dem Platz in Wohlenberg gemeldet. Mir mussten also absagen, was aber auch kein Problem war.

Platz 2. Campingplatz Ostseequelle GmbH 

Ein Onlinebuchungsportal. Nun gut. Dann mal so durchgucken und siehe da, ein Angebot in unserem Zeitraum. 
Allerdings wollten die Zahlungsmethoden die ich nicht zu bieten hatte. 
Paypal nutze ich zwar auch. Aber nicht in Verbindung mit meinem Konto oder einer normalen Kreditkarte. Ich nutze PayPal nur in Verbindung mit einer PrePaid-Kredikarte und nur für Bezahlung im Internet. 
Und da kommt nur drauf, was drauf muss! Und das dauert nun mal ein paar Tage. Zu lange für die Zahlungsfrist bei diesem Platz!

Ich brach also den Buchungsvorgang ab und war schon erstaunt als ich dann eine Buchungsbestätigung bekam. Allerdings müsste ich sofort zahlen. Also die Anzahlung. 
Machte ich natürlich nicht. Konnte ich ja nicht einmal. 
Heute schrieb ich dem Platz, dass es sich nicht um eine Buchung handelt (da abgebrochen) und ich mal vorsichtshalber storniere. 
Zwar wurde die Stornierung angenommen, ich aber belehrt, das ich die 198€ Stornogebühr nur nicht zahlen müsste, weil sie so kulant sind…….

Naja, ich habe zwar nirgendwo gelesen das ich nun kostenpflichtig buche, aber was solls. Ist ja gut gegangen. 
Ob ich dort aber nochmal „anfragen“ möchte – ich denke mal eher nicht, oder wenn, dann als letztes. Dann ists nicht schlimm, wenn man plötzlich gebucht hat. 

Platz 3. Ostseecamping am Salzhaff 

Per Kontaktformular angefragt und natürlich ebenfalls eine positive Antwort bekommen. Aber auch nach dem letzten Platz. Somit auch bei dieser Antwort eine Ansage geschickt. 
Das war ebenfalls kein Problem. 

Platz 4. Liebeslaube in Wohlenberg

Hier erfolgte die Kontaktaufnahme telefonisch. Sofort jemand am Telefon und 5 Minunten späte war das Angebot im Postfach. Die „Alles klar, nehmen wir“ Mail ging dann 2 Minuten später raus. 

Also geht es im Juli nach Wohlenberg auf den Campingplatz Liebeslaube. Wollten wir eh schon immer mal versuchen, da die Kontaktaufnahme in Zierow mehr als problematisch ist. 
Dort erreicht man weder telefonisch noch schriftlich innerhalb einer Woche mal jemanden. Sowas braucht man eigentlich nicht. 

So, wenn jetzt noch alles mit dem Wohnwagen klappt, wird der Sommer eventuell doch noch richtig gut!