In Arnis gibt’s ne Bäckerei!

Sonntag und wir haben keine Brötchen auf dem Platz vorbestellt!

KATASTROPHE!

Nein. Wer uns kennt, weiß, dass wir ganz gerne erst gegen Mittag oder später Frühstücken. Am Besten gegen 14.00 Uhr, denn da haben wir ohnehin Hunger, da passt so ein leckeres Frühstück gut.

Die Vorbestellung der Backwaren hatten wir sozusagen absichtlich vergessen. Ich hatte auf Google Maps in Arnis eine Bäckerei aufgetan, die Sonntags bis 17.00 Uhr geöffnet ist.
Die Aufgabe ist also ganz einfach: wer Frühstücken will muss Brötchen holen!

Das Wetter war traumhaft gut, die Sonne strahlte und es ging kaum Wind. So machten wir uns dann mit den Rädern auf den Weg. Das Timing war unbewusst perfekt, denn bis zur Öffnung der Brücke waren es nur noch ein paar Minuten, so dass wir praktisch einfach durchfahren konnten.
Auf der anderen Seite der Schlei radelten wir nun bei bestem Wetter Richtung Fähre nach Arnis.

Nach einigen Kilometern entlang der Schlei mit tollen Ausblicken erreichten wir die Fähre, die gerade im Begriff war abzulegen. Auch hier was das Timing perfekt.


Für 3 Euro für uns und unsere Räder gings mit der Kabelfähre über die Schlei. Schön!
In Arnis war der Bäcker dann auch sprichwörtlich „auf dem Weg“.


Brötchen und etwas „zum Kaffee“ wanderte in die Satteltaschen und weiter gings entlang der Schlei, nun in die andere Richtung.
Dieser Weg war zwar durchgehend geteert, aber durch das ständige Rauf und Runter etwas anstrengender und insgesamt phototechnisch nicht so attraktiv, aber trotzdem sehr schön zu fahren.
Mit der Schleibrücke, unserem Startpunkt im Blick erreichten wir unser Ziel ganz gemütlich nach knapp 1,5 Fahrzeit für die 25 km.
Damit hatten wir uns unser Frühstück dann auch verdient!

Auf den letzten Metern merkte ich allerdings meinen Rücken doch sehr deutlich. Ich hoffe ernsthaft das der mir den Ausflug nicht allzu Übel nimmt.

Volles Roooähr..

So, 4.00 Uhr, Zeit aufzustehen, heute geht’s ins Wernerland.
Direkt an der Schlei, zwischen Kappeln und Schleswig im kleinen Ort Lindaunis haben wir einen Platz ergattert – gar nicht so einfach im Corona-Jahr.

Dabei wäre ich gestern am liebsten gar nicht erst gefahren. Mein Rücken, genauer die elende Muskulatur, macht seit einiger Zeit Probleme. Die 3 Monate ohne Training, während die Studios coronabedingt geschlossen waren, sind eine absolute Katastrophe für meinen Rücken.
Wärme, eine intensive Behandlung mit der neuen Massagepistole und ein wenig Chemie hatten aber wohl ihre Wirkung und so konnte ich recht schmerzfrei das Cockpit unseres Ducatos erklimmen und mich auf die Reise machen, permanent verfolgt von einem kleinen, weißen Auto.
Aufgrund des zu erwartenden Wetters im September in Norddeutschland, hatten wir schon bei der Buchung beschlossen den kleinen Mii mitzunehmen.
Sollte uns das Wetter nicht hold sein, hätten wir immer noch die Möglichkeit Ausflüge mit dem Auto zu machen. Dazu ist ein PKW zum Wohnmobil auch einfach nur Luxus pur!

Bis auf einen kleinen Stau auf der A7 kamen wir fantastisch über die Kilometer und erreichten unsere Ziel gegen Mittag, gerade noch rechtzeitig vor der Mittagspause.
Ja, Mittagspause. Gab es früher häufiger auf Campingplätzen. Dann ist die Schranke zu und keiner kann raus oder rein. Sollte der allgemeinen Ruhe dienen. Das hat aber weder früher noch heute funktioniert. Aber egal, wir waren da und die Schranke noch auf. Anne meldete uns an und wir fuhren zu unserer Parzelle auf der „Wasserwiese“, die ihrem Namen dann gleich auf zwei Arten die Ehre machte.


Die Parzelle liegt direkt an der Schlei. Bis zum Wasser sind es keine 15 Meter und der Blick ist unverbaubar, denn die Fläche vor der Parzelle wird hier und da genutzt, um Boote zu slippen.
Auch kommen die Wasserwanderer hier an um eventuell eine Nacht auf dem Platz auf der Zeltwiese zu verbringen.
Der Nachteil liegt aber auch auf der Hand: der Boden ist recht feucht und weich. Nicht so weich, dass man nicht mehr allein von der Stelle kommt, aber doch so weich, dass wir und nur auf eine Position stellen konnten und damit einigermaßen geradestanden. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Da eher wechselhaftes Wetter angesagt ist, bauten wir unseren Shelter auch sofort mit auf.

Der Mii parkte noch vor der Schranke und so konnten wir nach dem Aufbauen des Basislagers noch schnell etwas einkaufen fahren. In Süderbrarub fanden wir dann auch schnell ein „Einkaufszentrum“ mit einem Aldi, Rewe und Rossmann.
Auf dem Parkplatz dann noch ein Schätzchen der besonderen Art:

Der Einkauf war zügig erledigt und so erreichten wir schnell wieder unser Lager. Ein gemütliches und ausgiebiges Frühstück folgte in herrlichem Sonnenschein.
All zuviel folgte nicht mehr, wir ließen den Tag gemütlich ausklingen und selbst mein Rücken war wohl mit der ganzen Sache einverstanden, denn er meldete sich in keinster Weise.

Urlaub im Wernerland – GOIL!

So, das Corona-Ausweichziel für den Herbst ist die Schlei. Irgendwie unfair, weil die Gegend numal echt schön ist. 
Wenn man ehrlich ist, ist es eigentlich nur das Wetter das uns im Normalfall immer ins Ausland zieht. Man ist eigentlich doch immer wieder froh, wenn man keine 1000km Anreise hat. 
Dieses Jahr ist wegen Corona nun einmal alles etwas anders und wir waren recht glücklich auf dem Campingplatz in Lindaunis eine Parzelle für die anderthalb Wochen zu bekommen. 
Der Platz heißt wie der Ort und ist ebenso klein wie Dieser, der zur Gemeinde Boren gehört. 
Kappeln, Schleswig, Flensburg aber auch Kiel sind in Schlagdistanz. Wenn das Wetter nicht mitspielen und uns das Radlen vermiesen will, haben wir diesmal einen PKW, den kleinen Mii, dabei!

Zudem habe ich schon zeitig den „Touristenangelschein“ beantragt, was online bei der Verwaltung in Schleswig-Holstein völlig problemlos möglich war. 
Der Platz liegt an drei Seiten am Wasser. Mal sehen ob das was zu holen ist! Bei meinem Anglerglück wohl eher nicht, aber das ist schon ok!

Auf jeden Fall geht es am Samstag wieder los!