Was nicht passt wird passend gemacht

Wenn kleine Dinge nicht sehr stören lebt man lange damit, allerdings wächst doch unterschwellig die Unzufriedenheit und man ärgert sich trotz eiener positiven Grundstimmung deutlich schneller. 
So auch mit unserer Kühlbox, die uns schon einige Jahre sehr pflichtbewusst begleitet.
Die Mobicool MB40*, damals bei unserem Campingstart-Megaeinkauf erworben, ist eine Hybridbox. Peltierkühlung bei 12 Volt, Kompressorkühlung bei 230 Volt. Also durchaus durchdacht und praktisch, da sie auch während der Fahrt ohne Landstrom betrieben werden kann. 
Der Nachteil dieser Konstruktion ist allerdings der im Verhältnis zur Baugröße mit 32 Litern recht kleine Kühlraum. Ja, das ist schon jammern auf hohem Niveau, aber so wird man im „Alter“ eben.
Der nächste Nachteil ist dazu die Konstruktion als Truhe. Um vor allem an kleine Gegenstände zu kommen, ist es nicht selten notwendig das ganze Ding leerzuräumen.
Der Wunsch nach einem Vollraumkühlschrank wuchs von Reise zu Reise und zur Abwechselung nicht bei mir sondern bei Anne. 
Die Kühlbox steht in einem 60er Küchenschrank und da sollte dann der neue Kühlschrank auch rein. Einen Passenden zu finden war dann auch kein Problem.
Kurz vor dem Umbau kam mir dann eine Idee, wie man diesen Eingriff um einiges effektiver gestalten könnte. 
Würde man Annes Bett auf ungefähr die gleiche Höhe bringen wie meines, so könnten wir den Kühlschrank darunter stellen und den „Küchenschrank“ gemäß seiner eigentlichen Aufgabe nutzen. Die Idee fand volle Zustimmung und so bestellte ich die neuen Füße für das Bett. 

Alles raus aus Ducci hieß es also heute morgen um 8.30Uhr. Das war schnell erledigt. Der eigentliche Umbau konnte starten! 
Gleich zu Beginn stießen wir allerdings auf ein Problem. Die Hülsen, in die die verstellbaren Füße eingeschraubt werden mussten in die Profilenden eingeschraubt werden. 

Copyright by Dold-Mechatronik*

Dies erwies sich als deutlich komplizierter als angenommen. Nach knappen 1,5 Stunden hatten wir die widerspenstigen Hülsen endlich in den Profilen. 
Die folgenden Arbeiten gingen dann doch deutlich schneller voran. Dank der einfachen Konstruktion der Verbinder konnten wir die Beine des Bettes schnell austauschen. 
Das mittlere Beinpaar musste aber auch noch verschoben werden um den neuen Kühlschrank, eng anliegend, von einer Bewegung während der Fahrt abzuhalten.
Aber auch das ging ohne Komplikationen. 
Wenig später konnten wir das „neue“ Bett einbauen und den Kühlschrank einpassen. 
Das Resultat kann sich sehen lassen, der Raumgewinn ist riesig!

Rohbau mit Kühlschrank
Passt haargenau und kann nicht weg!
Wirklich haarscharf!
Und endlich viel Platz im Kühlschrank!
Und die ursprüngliche Funktion ist ebenfalls noch gegeben!

Um die Stabilität des neuen Gestells zu verbessern haben wir uns dann noch entschieden ein Profil quer einzubauen. Das muss allerdings noch bestellt werden, was ich aber gleich noch erledigen werde.
Das dann einzubauen ist, auch dank der Höhe, in ein paar Minuten erledigt. 

Als nächstes kommt der „Küchenschrank“ dran der einiges zu erwarten hat….

 

 

* Der Link führt zum Anbieter bei dem wir gekauft haben. Das kann als Werbung wahrgenommen werden. Da wir keine Verbindung, keine geschäftliche Beziehung zu den verlinkten Unternehmen haben und auch keine Provision generiert werden kann, sehen wir diese Links als Information der Leserschaft.

 

 

Kurzausflug an den Niederrhein

Kalkar? Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der der Name Kalkar für Kernkraft, deren Gefahr, Protest und die Anti-Atomkraftbewegung stand.
Mein geistiges Auge suggerierte mir beim Namen Kalkar eine öde Industrielandschaft in der Beton und eben dieses Atomkraftwerk die Lage beherrschen würden.
Keine Ahnung warum. Auf jeden Fall wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen hier Urlaub zu machen. Nein, niemals!

Die Facebookgruppe des WDR: Ausflugtips NRW präsentierte mir dann das Schloss Moyland, welches ich sehr ansprechen fand und ein Besuch des Selben mir durchaus lohnenswert erschien.
Im weiteren Verlauf konnte ich in der Gruppe noch Bilder und Berichte vom Wisseler See und der Wisseler Düne sehen und spätestens ab da war mein Interesse dann doch mehr als geweckt.
Trotz der Corona-Krise und deren Folgen für die Urlaubsplanung hätte ich ohne die WDR2 Gruppe Kalkar mit seinem „schnellen Brüter“, der nun ein Freizeitpark ist, nicht auf dem Schirm gehabt.
Und das wäre ein Fehler gewesen.

Auf jeden Fall versuchte ich auf dem Campingplatz Wisseler See, der sich allein wegen seiner Lage an demselben anbot, einen Platz zu bekommen und tatsächlich hatten sie noch ein Eckchen frei für dieses Wochenende.

Die Umgebung ist in der Tat sehr schön und läd dazu ein auch ausgedehnte Radtouren zu machen.
Und nein, die Gegend wir nicht von Beton und Industrie dominiert, sondern von Natur pur. Der Wisseler See in Nachbarschaft zum Rhein und die Wisseler Dünen.

Freitag nach der Arbeit fuhren wir dann also die A57 Richtung Krefeld. Stau ist in NRW natürlich selbstverständlich und so zogen sich die etwas über 100km dann doch noch über 2 Stunden.
Der CP am Wisseler See ist ganz ok. Voll, ungewöhnlich voll für ein „normales“ Wochenende außerhalb der Sommerferien. Aber was ist 2020 überhaupt noch normal?
Das Wetter, der Wackelkandidat der Woche, hatte sich zum Guten gewandt und so kamen wir bei strahlendem Sonnenschein an und verbrachten den noch frühen Abend in der Sonne.
Das Paket „Thüringer Rostbratwurst“ aus dem heimischen Kühlschrank, was bis Juli vernichtet werden musste, bildete das Abendessen, gepaart mit Paprika und Grillkäse, den ich allerdings überhaupt nicht mag.
Die Nacht war traumhaft, im wahrsten Sinne des Wortes und dauerte knappe 10h. Da hatten wir wohl etwas nachzuholen. Überhaupt ist es schon bemerkenswert das wir trotz des Rummels in unmittelbarer Umgebung so früh in den Schlaf fanden.

Der Morgen erwartete uns mit strahlendem Sonnenschein. Das hat schon was, wenn man morgens aus dem Bett fällt und dann seinen Kaffee draußen in der Sonne genießen kann. Die Strahlen wärmen die Haut und die Seele, der Kaffee den Geist und den Rest,

Frischmachen und rauf auf das Rad. Schloss Moyland und eine Runde um den Wisseler See und die Wisseler Düne standen auf dem Programm.

Die Radwege sind sehr gut und so erreichten wir schnell das Umfeld von Schloss Moyland, wo auch ein WOMO-Stellplatz ist, der in der Tat recht brauchbar aussieht.

Leider war das Tor zum Schloss geschlossen, so das eine nähere Begutachtung des Gebäudes ausfalle musste Ein paar Bilder haben wir aber aus der Ferne machen können.

Die neue Zoom-Camera braucht zwar viel Licht, aber der Zoom ist mehr als brauchbar!

Im Prinzip ging es nun zurück, aber nicht zum Platz, sonder daran vorbei in den Ort, der sich an den See und die Düne schmiegt. In einem kleinen Kramladen kauften wir noch Dinge des persönlichen Bedarfs und setzte unsere Fahrt entlang der Wisseler Düne fort.

Die Dünen, entstanden aus Sandablagerungen des Rheins, sind schon eine tolle Naturlandschaft für sich. Irgendwie ein Paradies für Botaniker, da eine schier unendliche Zahl an Flechten, Moosen und Magerbodenpflanzen dort zu finden ist. Leider keine Vögel, wenn man von den brütende Störchen einmal absieht.

Direkt am Eingang zur Düne fanden wir die Dorfbäckerei, wo wir dann doch noch mal anhalten mussten. Statt den Schotterweg um die Düne zu nehmen folgten wir einem Pfad durch die Düne.

Die Fahrt währte allerdings nur recht kurz, da tiefer Sand das Fahren praktisch unmöglich machte. Schieben war nur angesagt.
Schiebend, teils kurze Meter fahrend durchquerten wir die Wisseler Dünen und es kam einem nicht so vor, das wir uns in NRW und in der Nähe eines beinahe Kernkraftwerkes befanden.


Es war einfach wunderschön. Wir fanden schließlich den Ausgang und Umrundeten im Anschluss die Dünen und den Wisseler See. Kurz noch nach Kalkar rein und dann ab auf unsere Parzelle.

Ein toller Ausflug und soweit ein toller Tag.

Leider fanden es vor Ort die Mitarbeiter notwendig an einem Samstag Abend noch lautstark sowohl mit dem Aufsitzmäher als auch mit Laubbläsern zu arbeiten, obwohl die Uhr schon nach 18.00 anzeigte. Schade, so kann man Kunden auch vergraulen!

Dann aber erstmal ein lecker Entrecote mit frischen, rohen Paprika.
Doch, es geht uns gut!

Der Abend ist bis dato dann doch noch recht ruhig und versöhnlich.

Morgen gehts dann wieder heim.

UPDATE!

Ein paar bewegte Bilder haben wir ja auch noch gemacht. Nix dolles, aber ein wenig Atmosphäre!

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Zons am Rhein

Wider Erwarten war das Wetter am heutigen Morgen ja ganz ok und so beschlossen wir spontan ne kleine Runde am Rhein zu drehen. Die neuen Wanderschuhe müssen noch eingetragen werden, da ist eine kurze Runde nicht verkehrt. 
Zons sollte ganz schön sein und das war dann auch das Ziel. Ich hatte gelesen, das es einen Parkplatz direkt hinter dem Deich geben sollte, den wir dann auch ansteuerten. Mindestparkdauer 3h für 3 Euro. Tagespauschale 5 Euro – alles noch im Rahmen, steht man doch direkt am Fuß des Städtchens und direkt am Rhein. 
Also losgelaufen und über den Deich ans Wasser. 

Am Wasser entlang und irgendwann wieder Richtung Deich und Zons.

Der Reiher war leider kein geduldiges Model!

Eine kurze, aber schöne Runde. Für den Erstkontakt meiner Füße mit der Neuerwerbung von Decathlon war die Runde genau richtig. Ganz bequem, keine Blasen aber fürs erste Mal dann auch genug. 
Zu Hause dann gab es dann das nach Frühsport im Fitnesscenter und Kurzwanderung erstmal Frühstück. Der Rest des Tages wird dann wohl eher fauler Natur sein.