Monat: Juli 2019 (Seite 1 von 2)

Unser neuer „Ausbau“ in der Praxis…

Zunächst einmal sind wir begeistert, das dieser „Reißbrett“-Ausbau funktioniert – und zwar fast tadellos!

Das Ziel war es einen „Ausbau“ zu konstruieren, der schnell und ohne Werkzeug zu entfernen ist, somit als Ladung gilt und die Verwendung des Fahrzeugs als Transporter nicht einschränkt, da wir diese Funktion dringend benötigen. 
Zu Moped-Zeiten war das alles kein Problem, da das Bett sowieso nur temporär war. Leider auch die Ablagen, was zu viel Unordnung und Räumerei geführt hat. Das wollten wir ändern und das hat in großen Teilen auch auf Anhieb funktioniert!
Aber was hat nicht funktioniert oder musste geändert werden?

  1. Das (kurze) Längsbett ist tatsächlich doch zu kurz für mich. Knappe 1,80Meter reichen einfach nicht. Es fehlt nicht viel, aber es fehlt halt was. Somit mussten wir die Schlafplätze tauschen.
    Kein Beinbruch, aber umgekehrt wäre es komfortabler gewesen.
    Geschlafen haben wir aber hervorragend in unseren neuen Betten.
  2. Der Grill.
    Wir haben den Grill extra in die rechte Schublade gebaut. Einfach ausziehen und los geht’s! Gute Idee, aber dummerweise hatten wir den 20€ Kartuschenkocher dabei.
    Der hat uns, mit Pfanne und richtig Power, sehr gut versorgt.
    (1 Kartusche/Woche)
    Mit ´ner Eisenpfanne ist das Teil der Steakbräter Nr.1!
    Der große Grill macht nur Sinn, wenn wir irgendwo länger stehen und dann lohnt es sich auch die Beine ranzuschrauben!
    Das war also nix! Also raus damit und den Platz anders nutzen!
  3. Wir brauchen Rückrollkeile. Heißen die so? Keine Ahnung, aber sowas brauchen wir. Haben wir auch ,nur nicht dabei. Also einpacken in „Zeltkiste“!
  4. Eine Art Brause zu haben hat sich als nützlich erwiesen. Da wir im Prinzip nur auf Campingplätzen stehen und dann meist auch einen Wasseranschluss haben, bietet sich so ein Stück Gardena Schlauch mit Kupplung und Brause sehr an. Kaum Platz und viel Nutzen!
  5. Eine weitere Ebene in unserem Regal für Waschtaschen und mehr Haken zum Klamotten dran hängen
  6. Ein Regal auf dem Kühlschrank-Schrank damit Kaffeemaschine und Wasserkocher während der Fahrt gut untergebracht sind und stehen bleiben können
  7. Halterungen für Leinwand und Beamer
  8. Gut eine leere Kiste mitzunehmen, Schmutzwäsche hat einen Platz und fliegt nicht rum!
  9. Ein leerer Korb für leere Pfandflaschen ist sehr gut! Beibehalten!
  10. Unser „Wasserturm“ hat sich bewährt. Der muss nun noch „Schön“ gemacht werden. Eventuell kann man noch einen Auszug für den Kocher einbauen! Quer, damit man ihn auch bei geschlossener Tür bedienen kann!
    Generell muss das Teil beweglich bleiben!
    Eine Idee der „Verkleidung“ von Konstruktionen mittels Aluprofilen ist, einfach ein Holz in der Dicke der Nut einzubauen. Dies wird beim Bau eingeschoben.

Die Konstruktion des Ausbaus im Video… 😉

Wismar, oder alles hat ein Ende..

Auch der schönste Urlaub hat ein Ende. Das muss man wohl akzeptieren wenn einem die Lottofee die 30 Millionen immer noch eisern verwehrt.
In unserem Fall sollte der Urlaub in Wismar enden. Familie und Freunde besuchen und dann Heim fahren.

Wie geschrieben mussten wir den Zeitplan etwas straffen und früher nach Wismar fahren als ursprünglich geplant. 
Im Nachhinein war das sogar die perfekte Lösung. Das Wetter, was uns all die Tage mit Sonne und Wärme verwöhnt hat, hatte nun merklich nachgelassen und von schwitzen war plötzlich keine Rede mehr.
Eher von frieren. 
Trotzdem waren die letzten beiden Tage noch einigermaßen sonnig aber durch den sehr starken Wind sehr kalt. 
Die Tage mit Freunden und Familie gingen schnell vorbei und da das Wetter nicht weiter mitspielen wollte, beschlossen wir schon gestern Abend den Heimweg anzutreten.
Im Nachhinein eine gute Entscheidung, wäre doch am Wochenende von Freitag bis Montag Morgen ein Teil der A1 gesperrt worden.

Mit einer kleinen Vollsperrung mussten wir aber auch so klarkommen.  Trotzdem waren wir kurz nach 0.00 zu Hause. 

Ein sehr schöner Urlaub mit tollem Wetter. Schreit nach Wiederholung 😉

Der 5 Sterne Campingpark „Kamerun“

Der Platz liegt direkt an der Binnenmürtiz und ist nur ca. 10-15 Radminuten von Waren entfernt.
Ein eigener Bootsverleih und eine Wassersportschule am sind Platz vorhanden.

Schrieb ich was von Sanssouci-Camping groß?
Ich meine, der Platz ist schon riesig, aber „Kamerun“ hier in Waren toppt das locker. Zumindest kommt mir das so vor.
Zunächst fällt einem auf das im vorderen Bereich alles aussieht wie ein Rasenparkplatz, mit trockenem Rasen. Kaum ein Baum oder Strauch, von Schatten mal ganz abgesehen.
Richtig schön ist sowas nicht. Aber ok, so einen Sommer haben wir ja auch nicht jedes Jahr, da ist man unter Umständen ganz glücklich, wenn kein Baum die Parzelle in Schatten taucht.

Der Wohnmobilhafen sieht seltsamerweise genau so aus wie die Parzellen im vorderen Bereich nur liegt der Wohnmobilhafen fast direkt am Wasser und somit ungleich schöner!
Im hinteren Bereich des Campingplatzes gibt es einen lockeren Birkenwald und jede Menge weitere Plätze die sich von ihrer Qualität sehr deutlich unterscheiden. Wenige, richtig nette Parzellen mit Wiese und etwas Strauchbewuchs unter den Birken und dann Parzellen wie wir sie bekommen haben.
Drei fette Birken im Dreieck im Zentrum der Parzelle, die damit für die meisten Fahrzeuge oder Gespanne vollkommen unbrauchbar ist. Selbst wir konnten nur quer zum Weg am Anfang der Parzelle stehen. Mehr war nicht möglich.
Unkraut und ein wenig Müll in einer Ecke runden das nicht so schöne Bild dann ab. Das ist definitiv schon einmal keine 5 Sterne.

Es gibt 3 Waschhäuser auf dem Platz. Zwei im vorderen Bereich, die recht in Ordnung sind und durchaus ein 4-5 Sterne Rating erlauben würden und dann das bei uns hinten im Wald.
Zunächst ist es für die Anzahl der Parzellen sehr klein ( 5 Toiletten und 5 Duschen ) und die Toiletten gegen noch für 3 Sterne durch, aber was den Urlaubern als Dusche zugemutet wird ist echt das allerletzte.
Ok, die erste Frage stellt sich, welcher Trottel duschen baut, völlig ohne Fenster und nicht nach oben offen! Dann auch noch so eng, das man sich kaum darin drehen kann. Nix für Klaustrophobiker!

Das Hauptproblem ist die permanente Feuchtigkeit, die zu Schimmel führt, den man dann auch in voller Pracht bewundern kann.

Unter den Bedingungen rostet dann auch der billige Edelstahl, bzw. das billig verchromte Seifengestell.

 

Sowas ekeliges habe ich lange nicht mehr gesehen.
Da die Sanitärhäuser im vorderen Teil besser sind gibt es 3 Sterne.

Will man Geschirr abwaschen gilt es sich die Wanderschuhe anzuziehen.
Die einzige Möglichkeit hierzu bietet ein eigenes „Abwaschhaus“ in der Mitte des Platzes gelegen, per GPS getrackt 349 Meter von unserer Parzelle entfernt  – und die ist noch nicht mal am Ende des Platzes.
Das Abwaschen kostet natürlich Geld. Karte auflegen und dann wird alles „fair“ abgerechnet, wie im Netz so positiv beschrieben wird.
Ok, auf anderen Plätzen wird das natürlich nicht „fair“ abgerechnet, einfach weil es dort nichts kostet!
Wenn man denn die Wanderschuhe einmal anhat ist es gut auch an den Müll zu denken und diesen gleich zum Spülen mitzunehmen. Denn die einzige Müllentsorgung die wir gefunden haben ist auf dem Parkplatz VOR dem Campingplatz, also geschätzte 750 Meter von unserer Parzelle.
1,5 Km Wanderung zur Müllentsorgung und zurück auf einem 5 Sterneplatz? Euer Ernst?
Der Laden bei der Rezeption ist, wie alles dort, im afrikanischen Stil gehalten. Leider hat der Laden nicht wirklich etwas und das Wenige das er feilgibt kostet! Nicht zu gebrauchen!

Die Pommes, die es an der Imbissbude, ungefähr in der Mitte des Platzes, gibt sind dagegen 5 Sterne!

Die beiden Ladies hinter der Theke haben Haare auf den Zähnen, aber wohl das Herz an der richtigen Stelle. Da wird dann mal um 14 Uhr mit einem „Stößchen“ auf das Erreichte angestoßen um dann wieder die hungrige Horde zu befriedigen!

Fazit:

Auch wenn die Lage an der Binnenmüritz vor den Toren der Stadt in der Tat sehr gut ist würde ich diesen Platz niemandem empfehlen. Ich schrieb mal bei einer Reiseplanung „Kamerun oder Ecktannen“ – Die Frage hat sich dann auf jeden Fall erledigt. Falls wir noch einmal in die Gegend fahren, dann wird Ecktannen der Platz sein.
Die 5 Sterne-Bewertungen kann ich in keiner Weise nachvollziehen!

Lage:
Austattung:
Sanitär:
Verwaltung, etc.:

Fazit:

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