Tag: 23. Juni 2018

Le Tour de France 2018, Etappe 2 : Camping Kockelscheuer, Luxemburg – La Flotte, Ile de Re

Um es vorweg zu nehmen, die zweite Etappe sollte eigentlich nur bis Orleans gehen wo ein Campingplatz an der Loire parallel zur Autobahn gelegen unser Tagesziel sein sollte.
Ich bin aber leider unbelehrbar. Obwohl ich merke, das mir so lange Strecken lange nicht mehr so leicht fallen wie noch vor 10 Jahren wollte ich unbedingt ankommen.
Die Autobahn war wie von französichen Autobahnen gewohnt teuer aber recht leer. Trotzdem zogen sich die Kilometer wie Kaugummi. Schon kurz hinter Orleans bereute ich die Entscheidung in einem Rutsch durchzufahren.
Die Zeit verging nur in Zeitlupe, aber irgendwann waren es nur noch 100 Kliometer bis La Rochelle.
Der Lichtblick des Tages. Normalerweise baut mich sowas immer auf. Nicht heute. Ich war eine Mischung aus negativ überrascht, genervt und hilflos ob der in meinem Augen endlosen Kilometer die irgendwie nicht weniger werden wollten.

Als wir die Brücke zur Ile de Ré überquerten war ich schon sehr erleichtert. Aber ein Stau auf der Brücke hielt uns abermals von dem Ziel in La Flotte ab.
Als wir dann endlich auf unserem Campingplatz angekommen waren und eine der Wunschparzellen ergattert hatten fiel schon eine recht ansehnliche Last von mir.
Leider war der Platz voll. Komplett. Und zum ersten mal nach über 20 Jahren wollten wir uns mit Freunden hier auf der Ile de R´e treffen. Etwas was noch nie geklappt hatte sollte schon wieder scheitern?

Unsere Parzelle ist groß und in den meisten Camperaugen eher bescheiden geschnitten, bildet die Parzelle doch ein spitzes Dreieck.
Als ich dann nach der Fahrt so auf meinem Campingstuhl in der Sonne saß kam mir die Idee das auf so eine Parzelle prima 2 Fahrzeuge passen sollten. Kurz mit den Füßen abgeschritten und unsere Freunde informiert. Nun musste nur noch der Campingpatz einverstanden sein. Eine Nachfrage bei der Anmeldung gab grünes Licht.
Recht zufrieden verbrachten wir den Abend und freuten uns auf den nächsten Tag mit der Ankunft unserer Freunde.

Le Tour de France 2018, Etappe 1 : Frechen – Camping Kockelscheuer, Luxemburg

Eigentlich sollte es ja erst am Samstag in der Früh losgehen, aber ich habe mich anstecken lassen, mir sagen lassen, das ein Aufbruch am Freitag nach der Arbeit ja viel besser wäre. Nur eine kurze Etappe am Freitag wäre viel entspannter als mitten in der Nacht loszufahren.

Als ich von der Arbeit kam war mir jeder Gedanke gleich ins Auto zu springen und in den Urlaub zu starten völlig fremd und abwegig. Auf die Couch und ne Stunde schlafen, das wäre nach meinem Geschmack gewesen, aber ins Auto und los? Nee, wirklich nicht.
Dummerweise hatte ich in einem schwachen Moment den Campingplatz in Luxemburg vorgebucht und mit Anne abgesprochen das wir fahren.
Das Auto war ja soweit gepackt, es fehlte nur noch ihr Rad, was aber in ein paar Minuten verladen war.
Also rein in die Karre und los auf die Autobahn.
Ich kann mich kaum erinnern wann ich das letzte mal etwas mit so viel Unwillen getan habe.
Aber irgendwas war mit mir wie die Macht mit den Jedi – trotz Freitag war die Autobahn entspannt leer und kein Stau weit und breit.
Lustigerweise bin ich die A1 ja schon etliche Male von Frechen Richtung Norden bis zum Ende auf Fehmarn gefahren, in die andere Richtung aber noch nie.
Mit jedem Kilometer wich die Unlust und die Entspannung gewann die Oberhand.
Luxemburg habe ich mir anders vorgestellt. Ich kann zwar nicht sagen wie genau, aber anders als ich es nun ausschnittsweise zu sehen bekam.
Das erste Highlight des Tages war es den Tank unseres Duccis mit über 95 Litern feinstem luxemburgischen Diesel zu füllen für 1,11€ den Liter.

Wir waren mitten in der Stadt und angeblich sollten es nur noch 2 Kilometer bis zum Campingplatz sein. Ich habe es nicht für möglich gehalten, aber einen Kreisverkehr später waren wir praktisch im Wald und der Campingplatz erreicht.
Camping Kockelscheuer liegt wirklich mitten im Grünen, trotzdem ist es bis zur Stadt ist es nur einen Steinwurf. Für einen Besuch von Luxemburg Stadt ein guter Basispunkt.

Der Platz ist recht schön aufgeteilt und sehr entspannt. Sanitär ist ok und sauber; das Gebäude allerdings schon etwas in die Jahre gekommen und hier und da sieht man etwas Schimmel an den Fenstern.
Alles in Allem aber ein recht schöner Platz. Wir werden ihn auf jeden Fall in die Liste der Plätze die man unbedingt anfahren kann aufnehmen.

Der Abend war recht kurz, die Nacht gut aber kalt. Bis auf 6° ging das Thermometer zurück. Zum Schlafen sehr angenehm, aber morgens schon recht frisch.
Ab 7 Uhr kann man in Kockelscheuer den Platz verlassen was ich dann auch so vorhatte. Gesagt getan und Richtung zweite Etappe auf die Autobahn.

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