Monat: Juni 2017 (Seite 1 von 3)

Eigentlich….

wäre es ein pefekter Tag gewesen um noch eine schöne Tour nach Plau am See zu machen aber, leider hatte sich mein Rücken bei der Montagstour so zurückgehalten das er am Folgetag so richtig durchhing. Schon aufrechtes Stehen war praktisch nicht mehr möglich.

Den Tag verbrachte ich dann notgedrungen mit Kytta Schmerzsalbe und lesen. Aber wenigstens spielte das Wetter mit und ich konnte meinen Pigmentvorrat recht erfolgreich auffüllen. Am Abend kamen ein paar Freunde zum grillen und die Schmerzen rückten ein wenig mehr in den Hintergrund.

Eigentlich wollten wir am Mittwoch die nächste Tour fahren aber dank Rücken ging leider wieder nichts. 

Eigentlich hatten wir bis zum 28. den Platz reserviert, aber eine relativ unveränderte Schmerzsituation gepaart mit dem Aufzug eines Schlechtwettergebietes bewogen uns vorzeitig abzureisen.

In der Heimat waren die Temperaturen nach einem kräftigen Absturz immer noch ca. 12°C höher als bei uns an der Küste und wir beschlossen erst spät die Rückfahrt anzutreten um Stau und hohen Fahrzeugtemperaturen vorzubeugen.

Eigentlich ein guter Plan, aber wir waren wohl doch noch 1-2 Stunden zu früh dran, so das unfreiwillige Zwischenstopps in Hamburg und Bremen einzulegen waren.

Der Rest der Rückfahrt verlief eigentlich ganz entspannt, wäre der heftige Schlag auf der Windschutzscheibe ausgeblieben.

Eigentlich nur ein Steinschlag, der sich aber schon nach ein paar Kilometern in einen ansehnlichen Riss verwandelte. 

Würde man an übernatürliches Glauben, könnte man meinen das irgendwer oder was etwas gegen diesen Urlaub hatte. Vom Stress mit dem Anhänger bis zum Steinschlag in der Scheibe hatten wir so einiges zu verarbeiten. 
Aber was solls, nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub!

 

Montag

Bei der heutigen Tour wollten wir Richtung Lübeck, immer am Wasser lang. In dieser Region waren wir noch nie, obwohl wir oft dran vorbeigefahren sind.

Die Navigation über das Com-Set war immer noch nicht einsatzfähig, aber für diese Strecke benötigten wir eigentlich auch nichts weiter.

Wir fuhren aus Zierow heraus und bogen auf die L01 die wir praktisch bis Lübeck befuhren. Kurz vor Travemünde noch eine Runde abseits, mehr in die Natur und dann bis nach Priwall zur Fähre.

Anschließend fuhren wir über die 105 wider Richtung Wismar und füllten unseren Kühlschrank noch in Wendorf beim Aldi auf.

Knappe 120km in etwas mehr als 2h fahrt. Eine vor allem landschaftlich sehr schöne Tour die auch recht schön zu fahren war. Relativ wenig Verkehr und schmale Straßen die kurvig, aber nicht zu fordernd waren. Rücken und Co hielten sich mit ihrer Meckerei zurück – ja, das hat mal wieder Spaß gemacht!

Wind

Die Inuit kennen angeblich 300 Wörter für Schnee. Pah, wir kennen mindestens genauso viele für Wind. Denn davon haben wir reichlich in allen Facetten.

Von seichtem,geradezu streichelden Luftzügen bis heftig rüttelnden Böen haben wir in den letzten 30h so ziemlich alles erlebt. In der Nacht war ich mehrfach wach weil das Fahrzeug sich in der Hand des Windes kräftig schüttelte. Die Dachlucke war eh schon fest verschlossen und das Seitenfenster auf minimalen Spalt eingestellt und festgeharkt.

Gegen Morgen nervte der Wind einfach nur noch. Die Himmel war wolkenverhangen und es war frisch.

Wir fütterten die Kaffeemaschine mit allem was sie wollte und harrten tapfer, voller Vorfreude draußen aus. 13°C sind am frühen morgen nicht schön, bei 6 Windstärken kommen sie einem aber vor wie 6°C. Riss die Wolkendecke auf und die Sonne konnte ihre kraftvollen Strahlen ungehindert auf die Erde schicken war es sofort wohlig warm. Leider waren diese Phasen nur selten und von kurzer Dauer.

Der frischen Kaffee wärmte von innen und wir beschlossen eine Motorradtour zu machen. Nicht sehr ausgedehnt, weil ich noch nicht so genau wusste was mein Rücken wohl dazu sagen würde.

Es wurden so 50 km Richtung Boltenhagen mit anschließendem Einkaufsstopp.

Wieder am Platz wurden wir mit strahlendem Sonnenschein begleitet von nur noch einem leisen säuseln empfangen.

Die Motorrad-Kommunikationsanlage hatten wir wegen eines Defektes vor einiger Zeit außer Betrieb genommen. Das Problem mit der Anlage hatten wir zwar längst behoben, aber wieder eingebaut hatten wir die Anlage nicht.

Das mussten wir unbedingt nachholen.

Der Grund war vor allem eine App für das Handy. Calimoto, die nicht weniger versprach als eine neue Art der Motorradnavigation.

Der kurvige Weg hieß es. Die App sollte vor allem schöne Strecken für Biker auf die Landkarte zaubern wenn man die Eckpunkte angab.

Dazu musste man aber auch die Anweisungen der Navigation hören können.

Unser Bluethooth System sollte das können.

Also alles getestet und wieder in die Helme eingebaut.

Mal sehen wie das morgen wird.

Anschließend schnappten wir uns unsere elektronischen Bücher und faulten in der Sonne bis es Zeit war den Holzkohlegrill anzuwerfen.

Paprika, Kartoffeln und Zwieblen garten auf der Glut und schmeckten einfach hervorragend. Im zweiten Gang gab es dann Schweinerücken, er ebenfalls hervorragend war.

Mit ein wenig Blog schreiben und einem leckeren Lübzer Pils ließen wir den Tag ausklingen.

« Ältere Beiträge

© 2019 Ductrail

Theme von Anders NorénHoch ↑