Monat: August 2014 (Seite 1 von 3)

Der Mythos des Rückfahrwarnervogels

Was wir am campen immer ganz besonders schätzen ist der Aufenthalt im Freien, mehr oder weniger geschützt mit Vorzelt oder auch ohne.
In dabei ist die akustische Kulisse mit dem Zirpen der  Grillen und dem Rauschen des Meeres die bevorzugte, die des grillenden Italieners der eine anscheinend drastische Meinungsverschiedenheit mit seiner Frau hat die nicht so attraktive.
Aber alles im allen lieben wir es schon wenn das Leben so draußen stattfindet.

DAS KÖNNTE SICH ÄNDERN!

Mit der Dämmerung setzte plötzlich ein Piepen ein.

PIEP……………PIEP……………PIEP……………PIEP

Mann, denke ich so bei mir, kann der Penner mit seinem Wohnmobil jetzt bitte mal seine Parkposition einnehmen, der nervt!

PIEP……………PIEP……………PIEP……………PIEP

Keine Beschleunigung des Pieptons, das Fahrzeug bewegt sich nicht. Etwas genervt drehe ich mal eine Platzrunde um zu sehen wer uns da den Abend verpiept, aber nix – absolut keine Einparkversuche irgendwelcher Monsterwohnmobile zwischen zwei viel zu eng stehenden Bäumen, absolut nix!

PIEP……………PIEP……………PIEP……………PIEP

Was kann das wohl sein frage ich Anne und sie antwortet spontan „Das ist der Rückfahrwarnervogel!“

Um es abzukürzen: wäre ich Jäger gewesen, hätte der Beitrag mit den Worten: „Nu is Ruhe“ geendet. Bin ich aber nicht!

Also mal Google befragen: „vogel monotones piepen kroatien“

Suchergebnis Nummer1 : http://www.vogelstimmen-wehr.de.

Zitat: „…….Mit Beginn der Abenddämmerung …..beginnt ein stoisches Üüüüt – Pause 1-2 Sekunde – Üüüüt – Pause – Üüüüt…. der Kerl hält das durch bis morgens gegen 4 wenn es wieder zu dämmern beginnt.

………..es sei das akustische Warnsignal, wie es Baufahrzeuge von sich geben, wenn der Rückwärtsgang eingelegt wird. Daher gaben die Kinder und wir ihm den Namen „Rückwärtsvogel“. 
…… 
Meine Antwort: Klar, ich konnte ihn sogar fotografieren, im Schein einer Taschenlampe am 5. Mai 2012 in Biograd/Kroatien: es ist die Zwergohreule.

Aha, dieser Kamerad ist also schuld, die Zwergoheule! ( guckt auch  echt fies):

682px-Centro_provinciale_(2)

Centro provinciale (2)“. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0-2.5-2.0-1.0 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Centro_provinciale_(2).jpg#mediaviewer/Datei:Centro_provinciale_(2).jpg

Irgendwie haben wir uns dran gewöhnt, denn ganz klare Sieger in Sachen ausdauer ist absolut die Eule!

 

Unser Talo, genannt: Wohni

Unser kleiner Wohnwagen Adria Unica 360 UH hat sich als sehr guter Urlaubsbegleiter herausgestellt.

Auf der Autobahn ist er mit seinen 18 Jahren teils gutmütiger als manch neuer Wohnwagen und seine Ausstattung reicht für uns allemal.
Vor allem lässt er sich anpassen -und das muss auch sein:

1. Die lustigen Gardinen die rund um die Sitzecke drapiert und
gepannt waren sind seit heute Nachmittag Geschichte. Raus mit den Staubfängern!

2. Der Absorberkühlschrank wird gehen müssen. Egal ob der auf 230,12 Volt und Gas kann, Tatsache is das er nix kann. Ein Kühlschrank der gut kühlt wenn es kühl ist gehört für mich auf den Schrott. Ein Kompressorkühlschrank mit 230Volt wir ihn ersetzen.
Da wir nicht „wild“ stehen und Plätze ohne Strom nicht anfahren, spielt es keine Rolle was der Kühlschrank zu leben braucht.

3. Die ganze Küche wird zu Gunsten von Stauraum und Gewicht rausfliegen. Im Wagen kochen geht für uns gar nicht. Geruch, Feuchtigkeit usw. wollen wir nicht – und müssen wir auch nicht.
Das Vorzelt ist dank Keder und fertigen Gelenkstangen in unter 20 min aufgbaut und bei Bedarf rundrum dicht. Dort lässt sich prima alles brutzeln oder kochen, ohne Wohni vollzustinken bzw. zu befeuchten.

4. Die Unterkonstruktion im Bad fliegt raus, dann kann auch ich auf Klo gehen. Jetzt sind meine Beine leider etwas zu lang.

5. Die Umbau-Schlaf-Sitzecke wird zu einem permantenten Bett. Der bleischwere Klapptisch weicht sanftem Stauraum in Bodennähe.

6. Auf die Deichsel kommt entweder ein Fahradträger oder eine Staukiste. Wir kamen auch bei extremer Frontbeladung gerade mal auf 70kg Stützlast.
100Kg darf Ducci und an die sollten wir rankommen. Mit leerem Wohnwagen musste sich Anne auf die Deichsel stellen um 85kg Stützlast zu bekommen.
Je höher die Stützlast desto stabiler läuft der Anhänger hinterher. Mit um die 95kg sollten wir dann ohne Probleme 90 bis 95 km/h fahren können.

Wir haben unseren Wohni ja schon recht gut vorbereitet. Neue Stoßdämpfer (ca. 60€), eine Durchsicht mit Überprüfung der Bremsen, Lager usw. beim Autohaus Walch in Kerpen und neue Reifen (27/14) waren auf jeden Fall eine gute Investition.
Wir haben uns schon viele sowohl größere als auch flammneue Wohnwagen angeschaut. So gut wie unser alter Wohni hat uns keiner gefallen. Und wenn wir unseren Wohni mal ersetzten, dann auf jeden Fall ein gebrauchter Fendt oder Hobby in der 7 Meter Klasse. Aber nix neues!

Der Komfort in einem Wohnwagen ist schon grandios. Vor allem das Schlafen. Und das kann einem im Zweifel den Urlaub gründlich vermiesen. ( siehe Bayerischer Wald ) Mehr als 2, 3 Tage kann man nicht schlecht schlafen ohne das einem der Urlaub völlig egal wird und man nun noch nach Hause will. Und in Wohni schlafen wir wie Babys. Also alles perfekt!

Wir hoffen die nächsten Jahre noch den kleinen Wohni anhängen zu können und unseren Urlaub mit ihm zu geniessen. Südengland wir wohl nächstes Jahr das Ziel werden. Bei DEN günstigen Gespanntarifen…
Auch wenn das Fahren mit der Wohndose Hanomagstyle hat – wir geben ihn nicht mehr so schnell her!

Camping Puntica Funtana **

Heute mal was über den Platz auf dem wir sind.
Wir haben unser Lager nicht wie beabsichtigt in Umag im Finida Umag aufgeschlagen sondern etwas unterhalb von Porec in Funtana im Campingpark Puntica.
Der Grund: in eh schon sehr lauten Umag hat kurz neben dem Platz eine Open Air Disco aufgenmacht wo Partygänger bis 4 Uhr in der Früh abtanzen können, was im Umkehrschluss bedeutet das wir nur mit Ohrstöpseln schlafen könnten was wir dankend ablehnen mussten.
Der Platz liegt auf einer Art Minilandzunge direkt neben dem Jachthafen Funtanas.
Weit zu allen Arten der Unterhaltung und Zugang zum leiblichen Wohl vor der Tür. Sehr gut!
Der Platz ist für istrische Verhältnisse winzig und hat nur 2 Sterne. Laut Camping.info ein Platz für Naturliebhaber die es etwas ruhiger haben möchten.
Machen wir einen Rundgang
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Die Einfahrt an der rechts und links kleine Parzellen, bzw unparzellierte Stellplätze sind.

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Der Weg gabelt sich genau an unserem Stellplatz auf weswegen wir auch den Sichtschutz aufgebaut haben.

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Ein kleiner Fendt an userem Weg Richtung Wasser

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Eine Aufnahme in die Bucht rechts vom Weg

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und links vom Weg.
Also nix mit Sandstrand. Eine Tatsache die mach einem wohl sehr schwer zu schaffen macht, mir aber gefällt.
Der ganze Bereich am Meer sieht aus wie ein Schwimmbad

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Direkt am Wasser sind schon sehr schöne Stellplätze. Und nicht alle sind durch Dauercamper belegt. Es fällt im übrigen positiv auf das hier alles Durcheinander steht, Dauercamperparzellen neben Zelten, Wohnwagen und Wohnmobilen. Keine Ghettobildung wie oft auf Campingplätzen.

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Blick auf die Marina und die Liegeplattform.

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Bei der Dame im Vordergrund waren wir uns nicht ganz sicher ob sie überhaupt Sonnenlicht vertragen kann oder einfach nur Engländerin ist.

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Stellplätze verschiedener Größe und Belegung

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Eine nette Wohnkabine. Um einiges größer als unsere Aeroplast damals und auch etwas anders – d.h. stabiler, hochwertiger usw. – konstruiert, allerdings nicht ohne Luftfahrwerk zu bändigen, laut Aussage des Besitzers.

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Der Minimarkt
Ein Blick in den rechten Teil des Platzes

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Und schon sind wir wieder an der „Kreuzung“

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Unsere Parzelle liegt also extrem Zentral, was echt positiv ist. Einzig die vielen Leute mussten wir per Windschutz ein wenig aussperren.

Laut ist diese Platz trotzdem. Zum einen weil er Randvoll ist und zum zweiten weil an der Marina immer wieder irgendwas los ist was natürlich bis zum Platz trägt.
Aber gegen die Umag-Plätze ist er sozusagen muksmäuschenstill.
Und wenn man nicht die Aufseher ala Union Lido haben will die beim kleinsten Piep mit erhobenem Zeigefinger vor einem stehen muss man und kann man damit gut leben. Es ist schon entspannt hier!

Die Sanitäranlagen sind leider zwiespältig im wahrsten Sinne des Wortes, denn nur die Teil für die Männer ist renoviert und absolut in Ordnung. Der Damenbereich ist dagegen noch etwas rustikal aber beide sind sauber und werden permanent gereinigt. Gegen Ferkel wie den Deckelmann sind allerdings auch die besten Putzfrauen machtos.
Mit dem Platz haben wir auf jeden Fall alles richtig gemacht.

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