4.00 aufstehen!

Muss das Sein? Ja! Wir wollen ein Motorrad abholen. In Hamburg.

Das bedeutet spätestens 5.00 auf der Bahn, laufen lassen bis Hamburg. 9.00 Ankunft Hamburg. Papierkram erledigen, Quad ausladen, KLX einladen und verzurren. 10.00 Abfahrt Hamburg. 14.00 Ankunft Frechen. Es ist Donnerstag. Es sollte klappen!

Also raus aus den Federn und ab unter die Dusche. Kaffee und Pillen rein – ey, ich bin über 40, da fängt das an. Ab in die Klamotte und rein ins Auto. Natürlich sind sowohl das Quad verladen als auch die notwendigen Papiere parat.
Auf die Bahn und los. Kein Verkehr, der Wagen läuft und frisst die Kilometer, die fast wie im Flug vergehen.
Die Straße ist frei wir kommen gut durch. Kurz vor Hamburg dann ein Stau. Nicht geht mehr. Wir stehen, es geht nur sehr langsam weiter. Gottlob ist es nicht mehr weit.
09.20 treffen wir bei Kawasaki Helge Hoffmann, Hamburg ein. 20 min. Verzug – kein Problem denke ich mir und bin zuversichtlich.

Wir betreten den Laden und sehen als erstes einen Verkäufer angeregt mit einer Kundin im Gespräch. Der Rest steht voller Moppeds und Schreibtische mit Leuten dran – Beides ohne Regung.
Wir gehen auf den nächsten freien Verkaufsschreibtisch zu und erklären uns. „Bei wem hamse gekauft?“,“Herrn Hoffmann“,“Ah, der hat grad nen Kunden, sitzt da drüben“,“Danke“ sage ich und wir gehen in Richtung des mit Herrn Hoffmann besetzten Schreibtisches.

Wir warten. Und warten. Und warten. Herr Hoffmann hat Zeit für seine Kunden. Dumm für uns in dem Moment aber generell auf jeden Fall wünschenswert. Die restlichen Verkäufer allerdings machen in der ganzen Zeit genau nix. Der Helge Hoffmann muss ein Traumchef sein. Bei Ihm stapelt sich die Arbeit und die Angestellten faulen rum. Es stellt sich die Frage, ist es so weil sie nix dürfen und er alles an sich reißt oder taugen die nix?
Die Frage sollte sich Herr Hoffmann mal stellen.

Irgendwann ist er dann fertig und wir kommen dran. Er ist furchtbar unorganisiert und alles dauert ewig. Nach über 2 Stunden ist mal gerade der Papierkram fertig. Normalerweise eine Sache von Minuten, nicht Stunden.

Das Quad wird ausgeladen und ich frage nach der KLX zwecks Einladen.

„Ist gleich fertig!“, „Fertig?“, „Ja, ist noch in der Werkstatt, 20 Minuten“, „Ok“

Wir warten mal wieder. Aus 20 Min wird eine Stunde und wir fragen ständig nach bis wir die Antwort eines Mitarbeiters aus dem Lager bekommen. „Der Chef hat vergessen die Tieferlegung einzubauen, der is nich gut drauf heut, war feiern gestern.“
Warum hat er uns das nicht gleich gesagt? Also das mit dem vergessen und dauert 2-3 h, nicht das mit dem Feiern. Wir hätten uns 2h lang irgendwas in Hamburg angeschaut oder wären war essen gegangen. Naja, nu ist die KLX fast fertig und es lohnt nicht mehr was zu machen.
Wenigstens kommt der TÜV Mensch pünktlich um die Tieferlegung für die KLX abzunehmen.

Fröhlich verladen wir die KLX in den Duccie und düsen los. Es ist 13.45.

Natürlich kommen wir schon in Hamburg in den Berufsverkehr und um diese traurige Geschichte abzukürzen: Gegen 18.30 waren wir endlich zu Hause – müde aber mit einer sehr geilen KLX 250!