Monat: August 2012

Mal eben nen Hänger gekauft -Reloaded!

Nachdem unser mit Sorgfalt und Liebe ausgesuchter und in Dortmund bei HVR gekaufter Anhänger durch einen Campingvandalen zu Vollschrott verformt wurde muss nun eine Neuer her. Aber nicht für ein Quad sondern für zwei Moppeds!
Meine erste Wahl war wieder HVR in Dortmund.  Allerdings war ich mit der Auswahl an Motorradanhängern nicht überzeugt und habe mit andere Anbieter angesehen.
Wären unsere finanziellen Mittel unbegrenzt, hätte ich schon den einen oder anderen Anhänger alternativ gefunden. Nur sind sie das nicht.

Also immer wieder zurück zu HVR. Stema. Offener Kasten. Maß passt. Mail schreiben:

„Der offene Kasten wäre toll, allerdings ohne den Kasten als Plattform dafür mit Motorradwippe und Auffahrschiende eingebaut. Wenn ja, wie schnell kann ich den haben?“

Antwort:

„Kein Problem, heute und zu dem Preis:“

Ich war wieder einmal positiv überrascht und habe der Kauf zugestimmt.

Super. Toller Anhänger zu gutem Preis.

 

Betten eingebaut!

Nach den Schlaferfahrungen des letzten Urlaubs mit dem Luftbett unter den Matratzen bzw. den Matratzen auf dem Boden nebeneinander, haben wir uns entschlossen die Schlafgeschichte zu ändern. Ein Platz im Fahrzeug bei schlechtem Wetter ist soviel mehr wert wie ein Vorzelt, da muss was passieren.

Die geschweißten Untergestelle für die mal geplanten Klappbetten sind ja noch da. Also nehmen wir diese und arbeiten die geringfügig um. Nur statt nebeneinander wir nun getrennt geschlafen. Einer quer, einer längs.

Mein Schlosser des Vertrauens konnte alle notwendigen Arbeiten in kurzer Zeit machen und nach dem wesentlich länger dauernden lackieren konnten wir die Teile einbauen. Um die Rahmen zu fixieren aber auch im Zweifel oder Bedarf schnell auszubauen haben wir Messingdübel im Boden verklebt. So kann man die Teile immer wieder ohne Probleme ausbauen und auch wieder einbauen.

So, und nun mal die Ansicht des fertigen Bettausbaus seitlich und hinten:

Mal eben in Hamburg das Mopped geholt…

4.00 aufstehen!

Muss das Sein? Ja! Wir wollen ein Motorrad abholen. In Hamburg.

Das bedeutet spätestens 5.00 auf der Bahn, laufen lassen bis Hamburg. 9.00 Ankunft Hamburg. Papierkram erledigen, Quad ausladen, KLX einladen und verzurren. 10.00 Abfahrt Hamburg. 14.00 Ankunft Frechen. Es ist Donnerstag. Es sollte klappen!

Also raus aus den Federn und ab unter die Dusche. Kaffee und Pillen rein – ey, ich bin über 40, da fängt das an. Ab in die Klamotte und rein ins Auto. Natürlich sind sowohl das Quad verladen als auch die notwendigen Papiere parat.
Auf die Bahn und los. Kein Verkehr, der Wagen läuft und frisst die Kilometer, die fast wie im Flug vergehen.
Die Straße ist frei wir kommen gut durch. Kurz vor Hamburg dann ein Stau. Nicht geht mehr. Wir stehen, es geht nur sehr langsam weiter. Gottlob ist es nicht mehr weit.
09.20 treffen wir bei Kawasaki Helge Hoffmann, Hamburg ein. 20 min. Verzug – kein Problem denke ich mir und bin zuversichtlich.

Wir betreten den Laden und sehen als erstes einen Verkäufer angeregt mit einer Kundin im Gespräch. Der Rest steht voller Moppeds und Schreibtische mit Leuten dran – Beides ohne Regung.
Wir gehen auf den nächsten freien Verkaufsschreibtisch zu und erklären uns. „Bei wem hamse gekauft?“,“Herrn Hoffmann“,“Ah, der hat grad nen Kunden, sitzt da drüben“,“Danke“ sage ich und wir gehen in Richtung des mit Herrn Hoffmann besetzten Schreibtisches.

Wir warten. Und warten. Und warten. Herr Hoffmann hat Zeit für seine Kunden. Dumm für uns in dem Moment aber generell auf jeden Fall wünschenswert. Die restlichen Verkäufer allerdings machen in der ganzen Zeit genau nix. Der Helge Hoffmann muss ein Traumchef sein. Bei Ihm stapelt sich die Arbeit und die Angestellten faulen rum. Es stellt sich die Frage, ist es so weil sie nix dürfen und er alles an sich reißt oder taugen die nix?
Die Frage sollte sich Herr Hoffmann mal stellen.

Irgendwann ist er dann fertig und wir kommen dran. Er ist furchtbar unorganisiert und alles dauert ewig. Nach über 2 Stunden ist mal gerade der Papierkram fertig. Normalerweise eine Sache von Minuten, nicht Stunden.

Das Quad wird ausgeladen und ich frage nach der KLX zwecks Einladen.

„Ist gleich fertig!“, „Fertig?“, „Ja, ist noch in der Werkstatt, 20 Minuten“, „Ok“

Wir warten mal wieder. Aus 20 Min wird eine Stunde und wir fragen ständig nach bis wir die Antwort eines Mitarbeiters aus dem Lager bekommen. „Der Chef hat vergessen die Tieferlegung einzubauen, der is nich gut drauf heut, war feiern gestern.“
Warum hat er uns das nicht gleich gesagt? Also das mit dem vergessen und dauert 2-3 h, nicht das mit dem Feiern. Wir hätten uns 2h lang irgendwas in Hamburg angeschaut oder wären war essen gegangen. Naja, nu ist die KLX fast fertig und es lohnt nicht mehr was zu machen.
Wenigstens kommt der TÜV Mensch pünktlich um die Tieferlegung für die KLX abzunehmen.

Fröhlich verladen wir die KLX in den Duccie und düsen los. Es ist 13.45.

Natürlich kommen wir schon in Hamburg in den Berufsverkehr und um diese traurige Geschichte abzukürzen: Gegen 18.30 waren wir endlich zu Hause – müde aber mit einer sehr geilen KLX 250!

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