Monat: März 2011

Nicht die Cbit sondern Hermes…

hat das Dakota 20 gebracht.

Zwei Mails bekam ich von Amazon: in der Ersten stand das Hermes an Rosenmontag mein Navi bringt, in der Zweiten das UPS-Express die Fahrradhalterung für das Dakota20 am Rosenmontag bringt.
Nun die Frage des Monats: Welche Mail hab ich wohl ernst genommen?  Richtig, ich habe der UPS-Express-Mail mein Vertrauen geschenkt. Ein Fehler wie sich schon am relativ frühen Rosenmontagmorgen herausstellte.

Hermes war da. UPS nicht. In der Tat hab ich das UPS-Teil erst gestern bekommen. Eine Tatsache, die ich erst mal verdauen muss, denn, ich wills mal so sagen, Hermes wäre nicht meine erste Wahl wenn es um schnellen, zuverlässigen Versand ginge, UPS dagegen schon.

Gut, zurück zum Thema Navi.

Das Garmin gute Navis baut ist nun mal eine Tatsache. Wenn ich mir mein Nüvi so ansehe und überlege was man schon damals für 200€ so bekommen hat – Respekt. Ein tolles Teil.
Negativ an Garmin war und ist die Modellpolitik – ich hätte gerne ein neues Nüvi gekauft statt des Dakota20, könnten die Geräte Touren. Und warum haben die Outdoorgeräte keine routingfähige Karte drauf?
Ja, ja ich hab mich schon mal darüber aufgeregt. Aber…………..naja, is doch wahr!

Auf jeden Fall ist Garmin so schlau und damit auch in gewisser Weise kundenfreundlich, die Art der Kartenspeicherung und das Format nicht zum Geheimnis zu machen. Damit sind sämtliche Karten des Projektes : http://www.openstreetmap.de/ verwendbar. Gesagt, getan, glücklich!  Mein Dakota20 ist Routingfähig!

Im übrigen schauen TomTom Benutzer schon wieder in die Röhre. Das Unternehmen behält so einiges über seine Garäte für sich. Damit ist klar das auf einfachem, legalem Wege keine Open-Karten benutzt werden können.
Schade, schon wieder ein Punkt gegen die Kaufempfehlung. Das blöde daran: TomTom baut gute Navis und wäre so ziemlich die einzige Konkurrenz für Garmin und wie wir alle wissen: Konkurrenz belebt das Geschäft.
Monopolisten will schliesslich keiner, oder?

Die Möglichkeit der Torenplanung sind durch den Erwerb des Dakota20 enorm gestiegen. Endlich werden wir so geleitet wie wir es geplant haben und nicht wie es ein Navi vorsieht. Natürlich ist die Routenführung eines Nüvi nicht schlecht. Im Gegenteil, ich bin bis dato immer sehr gut damit gefahren und angekommen, aber wir wollen auf keinen Fall Autobahnen fahren und wenn möglich uns sogar auf feldwegartigen Strassen forbewegen. Sowas kann ein Nüvi nicht. Muss es auch nicht.
Auf jeden Fall können wir unsere Toren nun offline planen und dann auf das Navi übertragen. Das Display des Dakota20 ist zwar klein, sollte aber ausreichen. Wenn der erste Test gelaufen ist weiss ich mehr.

So, jetzt bereit ich den ersten Test vor…

Torenplanung…

ist das A und O jeder längeren Tour.
Und die Werkzeuge die uns die moderne Technik an die Hand gibt sind geradezu sagenhaft. So einfach wie heute konnte man definitiv noch nie eine Reise planen.

Aber ist das wirklich alles so rosig?

Nun, im Juni solls ja losgehen und die Planung hat natürlich schon lange begonnen. Was wir uns so vorstellen ist eine Tour nur mit Quad vom Kölner Raum gen Nordsee, weiter über die Hansestadt Wismar und dann wieder zurück –  irgendwie.

Das wohl mit Abstand einfachste Tool ist ja Google Maps. Einfach die Punkte angeben und „Route erstellen“ und schon ist alles tutti! Gut, die Einstellmöglichkeiten sind ein wenig beschränkt aber zumindest kann ich Autobahnen ausschliessen was für uns schon wichtig ist. So, nun noch speichern – Hmm, ok, das geht nicht. War ja klar, einen Haken muss es ja geben wenn irgendetwas im Bereich EDV auf den ersten Blick einfach erscheint.

Natürlich Googelt man dieses Problem und erfährt das man sich nur ein Konto bei Google erstellen muss – kostenfrei – und schon kann man alles speichern, in Webseiten einbinden usw, usw.

Nix wie ran, schnell ein Google-Konto erstellt und los geht die Planung. Jetzt wo ich das alls speichern kann hab ich ja die Möglichkeit in Ruhe an der Tour zu feilen… Komisch, wenn ich nun einen Punkt eingebe erstellt das Programm nicht wie sonst eine Route, nein, die soll ich selber einzeichnen. HALLO? Eben ging das noch und nun wo ich hier der voll angemeldete Google-User bin soll ich den Mist selber machen? Nöö, Leute, so nicht.

Abmelden, schmollen und weitersuchen…..

Nach einiger Suche habe ich diese höchst nette Seite gefunden:  http://www.motoplaner.de/
Offensichtlich nutzt diese Anwendung Google Maps besser als es Google selbst macht und ermöglicht den Export und die Weitergabe einer Tour und somit auf eine Art auch das Speichern.
Das Tool macht seine Arbeit wirklich hervorragend und damit auch einfach Spaß.
Auch der Export in die Verschiedenen Formate klappt einwandfrei. So ist es mit möglich in Google Earth meine Tour mit heruntergeladenen Campingplatzadressen abzugleichen.
Auch jede Menge Naviformate werden angeboten und der Export funktioniert ebenfalls einwandfrei.

Wenn jetzt irgendeiner meint der Leidensweg eines Tourerstellers im Computerzeitalter wäre nun vorbei der irrt gewaltig. Nun gehts erst richtig los.

Ist man nicht mit einer limitfreien, goldenen Kreditkarte ausgestattet die irgendein reicher Verwandter still Monat für Monat ausgleicht kommen eigentlich nur zwei Hersteller für Navis in Frage: Garmin und TomTom.

Auf der TomTom Webseite hat man den Eindruck das die Geräte alles können, vom Facebookabruf bis zum Kochduellrezeptdump, naja, nur navigieren ist wohl nebensächlich. Wahrscheinlich weil das Navi dann 99% der Zeit mit dem Handy in Internet surft und nebenbei schaut ob es wohl was neues gibt;  Ja, auch in Sachen Navigation…

Garmin dagegen baut recht solide Navis die schon im unteren Preissegment ordentliche Arbeit abliefern. Ich muss gestehen das ich in der Tat mit meinem kleinen Nüvi sehr zufrieden bin. Vor allem weil Garmin ja seine Kunden für komplett bescheuert hält und Geräte auf den Markt bringt die sich durch Preis und Version unterscheiden aber trotzdem das gleiche können. Beim einen Gerät dokumentiert beim anderen nicht bzw. nur im Internet auf privaten Seiten.

So hat ein Freund extra ein 700€ Gerät gekauft wegen der Möglichkeit Koordinaten usw. zu haben und mein 150w kann dieses durch versteckte Funktionen ebenfalls. So richtig glücklich war mein Freund über diesen Umstand im übrigen nicht. Glückliche Kunden sehen anders aus Herr Garmin…
Aber die Spitze der Modellpolitik des leider wohl immernoch besten GPS-Geräteherstellers ist die Tatsache das alle Modelle die Routen können keine routingfähigen Karten bekommen und alle Garäte mit routingfähigen Karten keine Touren können.
Eigentlich sollte man diese Mistfirma boykottieren. Nur dann fährt man wieder mit der guten alten Landkarte.

Ok, ich werde mich beugen und eben tunwas zu tun ist.

Mit   http://www.motoplaner.de/ die ganze Sache planen und entsprechenend sichern. In Google-Earth mit Hotels und Campingplätzen abgleichen und dieses Dinge handschriftlich notieren.
Und wenn ich Euch hier was zeigen will dann muss ich wohl oder Übel einen Screenshot machen und diesen hier zeigen und entsprechend verlinken.

Was das Navi anbetrifft…ich habe das Dakota20 bestellt. Das kann Touren und wird in Zusammenarbeit mit unserem Nüvi150W wohl die geforderte Arbeit verrichten.

Aber richtig zufrieden kann man mit der ganzen Sache so eigentlich nicht sein, zumal es technisch alles ein Kinderspiel wäre. Nur wollen müsste man es.
Ich denke sogar das nicht wenige für eine funktionierendes Gefüge bereit wären einen gewissen Obulus zu berappen.

Wir werden sehen was die nächste Cbit bringt…

Nu gehts bald los!

Also das Wetter kann so bleiben, so von der Sonne her.

Richtig warm kanns werden wenn man sich so an einem netten Sonnenplatz niederlässt.

Gut, bei 50-80 km/h wird es trotzdem recht schattig aufm Bock, aber die Kym-Kuh hat ja Motorheizung. Wenn man steht strömt die Wärme so langsam in die Frostschenkelchen und irgendwie wünscht man sich doch einen Güterzug statt einer S-Bahn…oder entsprechend kranke Ampelphasen die im Normalfall allerhöchstens dazu taugen einen durchschnittlichen Autofahrer zu Amokläufer zu machen.

Egal..der erste  Quadurlaub steht an und es gibt 1000 offene Fragen und Punkte die einem Pauschaltouristen nicht mal ansatzweise in den Kopf kommen würden.

Hotel oder Campen?

Hotel ist auf den ersten Blick natürlich verlockend. Aber wenn man sich nicht komplett binden will und vorher buchen stellt sich auch eine Frage: bekomme ich immer ein Zimmer?

Verlockend ist die Aussicht auf Federbett und Badezimmer, um so verlockender je älter man wird. Ich muss schon gestehen, daß ich wohl ein richtiges Bett einem Zelt vorziehen würde.
Die Frage ist nur was einen unter dem Begriff „Hotel“ erwartet. Dabei kann einen ein Zimmer erwarten das man eventuell gerne eintauscht für ein einfaches Zelt.
Und ich rede dabei nicht über Sterne. Die interessieren mich sowieso nicht. Aber ich will, wenn ich schon ein Zimmer buche, ein wenig mehr Hygiene als im Zelt. PUNKT. Nicht mehr, aber definitiv nicht weniger.

Entscheident man sich für „Hotel“ hat man eventuell das Problem das man entwerder nix bekommt oder das verfügbare unter aller Sau ist.
Hatten wir schon. Kurz vor Oslo, ein Motell. Wir mussten stoppen und haben eingecheckt. 170€ für 2 Personen im Doppelzimmer. Das Zimmer war ein Trümmerhaufen und unter aller Sau. Ok, wir haben es durchgestanden, aber schlechter geschlafen hätte ich im Auto am Fährhafen auch nicht. Im Nachhinein wäre ich durchgefahren und hätte im Auto gepennt. Selbst wenn ich dann an meine Reifen gepinkelt hätte wäre es wohl hygienischer gewesen als die Absteige für 170 Okken.

„CAMPEN“ dagegen bedeutet das man zwar fast überall bleiben kann und wenn der Platz nix is mal eben weiter ziehen kann um sich etwas entsprechendes zu suchen.
Allerdings muss man das komplette Programm des Camping 1×1 mitschleppen.
Und natürlich den ganzen Mist jeden Tag Auf- und Abbauen. Spaßfaktor: -10

Beides, Hotel oder Campen als große Auswahl ist ebenso Mist.

Bei Hotel trifft obiges zu und das „ODER“ bedeutet man schleppt immer eine „Camping Grundausrüstung“ mit sich.

Campt man wirklich ist diese wohl zu wenig, campt man kaum oder gar nicht ist es lästiger Kram den man immer mitschleppt.
Der Rest ist halt wie beim Campen auch.

Was tun?

Noch bin ich völlig ratlos. Vor allem weil die letzte Nacht in einem Zelt schon eine Dekade her ist.
Was sich in dieser Zeit allerdings getan hat in Sachen Komfort und Möglichkeiten beim Camping ist der Hammer. Davon hatt man damals nicht mal ansatzweise geträumt.
Luftbetten die teils bequemer sind als schlechte Federbetten, Zelte mit Stehhöhe für ein Butterbrot, kompakte Kocher mit hoher Leistung usw.

Ostern werden wir in Roermond mir Freunden campen und alles mit dem Quad hin und entsprechend zurück fahren. Dort werden wir schonmal grob sehen was geht oder auch nicht.

Wohl möglich wollen wir gar kein Hotel mehr haben, oder auch genau das Gegenteil. Wir werden sehen.

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