Kategorie: Bier

Dégustation de la bière..

Beim Einkaufen in den Supermärkten hier auf der Ile de Re sprangen mir eine Reihe besondere Biere ins Auge. Besonders zunächst erstmal im Bezug auf die Verpackung. 0,75l Flaschen, teils mit Sektkorken verkorkt. Ob der Inhalt der aufwendigen Verpackung ebenso besonders ist werden wir dann sehen.

Meteor, Blance IPA, Brasserie Meteor, Hochfelden Alsace, Frankreich

Mal wieder ein IPA. Allerdings mal eines mit „nur“ 5% Alkohol. Das finde ich schon einmal ganz gut.

Das Bier läuft hell aber trüb ins Glas, der Geruch ist wie erwartet hopfig. Der Geschmack ist wie erwartet hopfenbetont und etwas süsslich, aber süffig. Für meinen Geschmack zu wenig Kohlensäure was das Bier etwas abgestanden wirken lässt. Gerade bei so großen Flaschen finde ich ausreichend Kohlensäure wichtig damit das letzte Glas nicht komplett schal aus derselben läuft.
Alles in Allem ein nettes Bier, aber kein Highlight.

3/5 

Abbaye de Vauclair, Le Brasseurs de Gayant ( http://www.visitez-goudale.com

Ein mit einem Korken verschlossenes Gefäß erwartet man eher bei Champagner, weniger bei Bier. Trotzdem sieht man immer wieder sektähnliche Verpackungen für Biere, die meist in Belgien oder Frankreich ihren Ursprung haben. Die Brauerei braut dieses Bier unter anderem Namen wohl speziell für Discouter etc. 

Das helle Bier läuft golden ins Glas und verströmt einen angenehmen malzigen Geruch. Der Antrunk ist einfach lecker und süffig. Eine gute Balance zwischen Malz und Hopfen mit einem leicht bitteren Abgang.
Ich finde dieses Bier einfach gut. Sehr lecker, süffig und macht Lust auf mehr.
Im Netz kommt das Bier teils nicht so gut weg, teils aber mit ähnlicher Einschätzung, aber das ist ja nun mal Geschmackssache! Ich würd ne Kiste kaufen!

4/5 

Past´Or, Brasserie Lepers

Tolle Verpackung die Erwartungen schürt. Das Bier läuft dann auch golden ins Glas hat aber wenig Kohlensäure. Der Antrunk ist malzig kaum hopfen, eher wie Malzbonbons. Es hat eine Rauchnote aber einen fiesen brotartigen Nachgeschmack. Bei jedem weiteren Schluck tritt das brotartige weiter in den Vordergrund. Bäh, nicht meins!

1/5 

 

Kleine Bierverkostung: Teil 2

Der zweite Teil beginnt schon mal sofort mit einem echten Gaumengraus:

Irish Stout von der Rye River Beercompany aus Irland.

Laut Etikett sollte es sich um ein eher malzig süßes Bier handeln mit vollmundigen Kaffee und Schokoladenaromen.

Nun, bei dunklen Bieren bin ich immer etwas skeptisch, da die Farbe ihren Preis hat. Gerade so dunkle Farben bekommt man nur durch Zugabe von richtig dunklen Röstmalzen hin.
Und die haben ein Problem: Je stärker die Röstung desto mehr „Verbranntes“ entsteht. Und das schmeckt man.
In den fast 15 Jahren in denen ich beruflich Malz analysiert habe war ich immer wieder erstaunt wie mies ein so gut reichende Produkt schmecken kann. 
Beim Verkosten eines Röstmalzes ist es immer gleich. Der Duft ist (absteigend zur Röststärke) herrlich, ja wirklich wie Schokolade. Im Mund sind die ersten 2 Sekunden auch noch nett und dann haut diese miese Bittere rein und es „kratzt“ regelrecht im Hals. Den Geschmack nach verbranntem Getreide bekommt man dann auch so schnell nicht wieder aus dem Mund. Und ziemlich genau so schmeckt für mich dieses Bier. 
Oder kurz: Ich habe es nicht ausgetrunken….. Bäh!
Im Netz sehen einige dies anders. Aber richtig toll findet auch von diesen Testern keiner das Stout.
Bewertung:  /5

 

Das nächste auf der Liste kommt wieder aus Belgien und ist im wieder ein hopfenlastiges Bier der Brauerei Van Steenberge Belgien
Das Piraat Triple Hop Dry Hopped Ale kommt in einer braunen 0,33 l Steinie-Flasche daher als 4er Gebinde.

Ganze 10,5 % Alkohol und auf der Zutatenliste neben Gerstenmalz auch Zucker, Reis.
Der erste Schluck kommt erwartungsgemäß sehr hopfig daher. Irgenwie hat das alles auch was von Zitrusfrüchten. Ich bin kein Bier-Sommelier und werfe ungern mit solchen Begriffen herum, aber das kann sogar ich beschreiben. Eigentlich finde ich das alles ganz gut, wäre da nicht dieser strenge alkoholische Bei und Nachgeschmack.
Dieser hat zur Folge das dieses Bier nicht so süffig ist was aufgrund der 10,5% auch besser ist!

Die Bewertung ist nicht einfach. 
Eigentlich ein leckeres Bier, aber der scharfe alkoholische Bei und Nachgeschmack drücken meinen Eindruck sehr!

Bewertung: /5

 

 

So, das wars. 

Mal sehen was mir demnächst so in den Einkaufswagen springt!

kleine Bierverkostung – Teil 1

Das Discounter neuerdings des öfteren mal sog „Craftbier“ anbieten sollte sich ja schon herumgesprochen haben.

Das das überwiegend mit „Craft“, also handgemachtem Bier, nichts zu tun hat sollte eigentlich auch jedem klar sein. Allein die Menge bekommt ein Kleinbrauer gar nicht zu Stande.
Aber das bedeutet nicht zwangsweise das alles was man in dieser Richtung im Discounter bekommt Mist sein muss. 

Aber betrachten wir das Angebot im Einzelnen:

Italian Red IPA  /  http://target2000.net/prodotto/italian-red-ipa 

Das Italian Red IPA kommt in einer kleinen 0.33l Flasche daher. Allen „Angebotsbieren“ ist eines gemeinsam, sie sind ganz schön teuer. Bis zu knapp 2€ pro kleine 0,33l Flasche wird auf dem Kassenzettel notiert.

Wie bei allen IPAs kommt das Italian Red IPA mit einer sehr starken Hopfennote daher. Der starke Hopfengeschmack ist absolute Geschmackssache; Anne meinte es schmeckt gar nicht nach Bier.
Oft – und das werde ich auch noch bei anderen Bieren schreiben – ist der Geschmack eines solchen Bieres nicht schleckt, aber mehr als ein Glas will man davon nicht haben.
Beim Italian Red IPA ist das anders. Das geht süffig übern Gaumen und macht Durst auf mehr. Mit 5.2% ist das auch noch im erträglichen Rahmen.
Ich mag das Italian Red IPA, dafür von mir:  /5

Bewertung im Netz: https://www.bier-index.de/biere/italian-red-ipa.html

Tektonik´s Dizzy IPA Americanahttp://tektonik.beer/dizzy-ipa-amerikana.html

Das Tektonik´s Dizzy Americana ist ebenfalls ein IPA und nutzt ebenfalls die 0,33l Flasche. 
Die Hopfennote ist stärker als beim Vorgänger und das ganze ist nicht so süffig. Kein Highlight, aber ein gutes Bier wenn man vorstehende Hopfennoten mag. Die 6,1% Aklkohol sind für mich an der Grenze. Ich bin kein Freund von hohen Alkoholgehalten.

Ich finde das Tektonik´s Dizzy Americana ganz ok: /5

Bewertung im Netz: https://www.ratebeer.com/beer/tektonik-dizzy-ipa-amerikana/440889/

Die beiden „Craft“ Biere die selbstredend keine sein können, geben sich aber durchaus als kleine Besonderheit. IPA´s allgemein findet man normalerweise eher selten im Laden und lecker sind sie auch noch. Der Süffigkeit nachzugeben hat in diesem Fall allerdings einen recht hohen Preis, der für solche, im großen Maßstab produzierten, Biere nicht angemessen ist. Da wird Kohle mit der „Besonderheit“ gemacht. Schade eigentlich. Besonders im deutschen Biermarkt wären ein paar IPA´s in meinen Augen eine echte Bereicherung. 

Mit noch mehr Hopfen und noch mehr Alkohol geht es in Teil 2 weiter..

 

 

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