Kategorie: Bier (Seite 1 von 2)

Ajaccio

Marseille stand ja eigentlich auf dem Plan, aber Streiks in der südfranzösischen Metropole erforderten die Umroutung nach Korsika. Ich erwähnte es bereits. Und ebenfalls, daß wir darüber gar nicht traurig waren.

Gegen 10 Uhr heute Morgen legten wir auf Korsika an, in dem Städtchen Ajaccio im Westen der Insel.

der Liegeplatz im Hafen von Ajaccio

Der Liegeplatz ist tatsächlich mitten in der Stadt, was den Landgang sehr einfach und angenehm gestaltete. Runter von Bord und rein in die Stadt.

Zunächst am Wasser entlang um noch ein paar Bilder von dem Hafen und der Bucht zu machen, dann aber schon bald bergauf in Richtung Innenstadt.

Auffällig ist das alles was irgendwie an einer Hauptblickachse liegt recht gepflegt bis absolut herausgeputzt ist, während ein Blick in eine Seitenstraße oder in einen Hinterhof eher abschreckend wirkt.

Allerdings leidet die Bausubstanz unter dem Meeresklima mehr als wir Mitteleuropäer das allgemein für möglich halten.
Die Hautpstraße, die Richtung Place du Général de Gaulle führt sieht aber einfach nur toll aus und lädt zum shoppen ein. Leider hauptsächlich Dinge, die man kaum oder gar nicht mit an Bord bringen kann.

Wie gesagt endet die Straße am Place du Général de Gaulle der einfach toll aussieht und mit seinen Cafes zum verweilen einlädt.
Geht man ganz durch Richtung Wasser, steht man praktisch auf dem Dach des Casinos und hat eine schöne Sicht auf die darunter verlaufende Promenade.

Blick auf den Platz
Blick auf die Promenade

Die Treppen runter entdeckten wir ein nettes Cafe mit freien Plätzen direkt an der Promenade und nahmen auf einen Cappuccino platz.
Ende Januar, bestes Wetter, knappe 20°C und alles voll. Haben sich die Cafe- und Restaurantbesitzer wohl auch nicht träumen lassen.
Wir finden das ebenfalls toll und genießen die Zeit.

Sehr gemütlich geht es zu Fuss weiter am Wasser entlang Richtung Schiff, wobei wir jeden Meter immer wieder von der Aussicht beeindruckt sind.

Der Abend auf dem Schiff verläuft dann in Anbetracht des vorgezogenen, morgigen Seetages feucht, fröhlich.
Im Brauhaus haben wir mal das Zwickel probiert, ein aus Meerwasser gebrautes, unfiltriertes Bier was sehr süffig ist.

Natürlich wird das Meerwasser vor Gebrauch aufbereitet und daher ist dieser Umstand eigentlich nichts besonderes. Das handwerkliche Können lässt sich aber sowohl schmecken, als auch am nächsten Morgen merken. NICHTS, obwohl es die Maß in der Happy Hour zum halben Preis gab. So hieß es zumindest.
Tatsächlich gab es aber 2 Maß zum Preis von einer, was uns kurzfristig vor eine schwere, aber lösbare Herausforderung stellte.
Aber so wild wollten und haben wir es dann doch nicht getrieben, was einem sehr schönen Abend aber keinen Abbruch tat.


Dégustation de la bière..

Beim Einkaufen in den Supermärkten hier auf der Ile de Re sprangen mir eine Reihe besondere Biere ins Auge. Besonders zunächst erstmal im Bezug auf die Verpackung. 0,75l Flaschen, teils mit Sektkorken verkorkt. Ob der Inhalt der aufwendigen Verpackung ebenso besonders ist werden wir dann sehen.

Meteor, Blance IPA, Brasserie Meteor, Hochfelden Alsace, Frankreich

Mal wieder ein IPA. Allerdings mal eines mit „nur“ 5% Alkohol. Das finde ich schon einmal ganz gut.

Das Bier läuft hell aber trüb ins Glas, der Geruch ist wie erwartet hopfig. Der Geschmack ist wie erwartet hopfenbetont und etwas süsslich, aber süffig. Für meinen Geschmack zu wenig Kohlensäure was das Bier etwas abgestanden wirken lässt. Gerade bei so großen Flaschen finde ich ausreichend Kohlensäure wichtig damit das letzte Glas nicht komplett schal aus derselben läuft.
Alles in Allem ein nettes Bier, aber kein Highlight.

3/5 

Abbaye de Vauclair, Le Brasseurs de Gayant ( http://www.visitez-goudale.com

Ein mit einem Korken verschlossenes Gefäß erwartet man eher bei Champagner, weniger bei Bier. Trotzdem sieht man immer wieder sektähnliche Verpackungen für Biere, die meist in Belgien oder Frankreich ihren Ursprung haben. Die Brauerei braut dieses Bier unter anderem Namen wohl speziell für Discouter etc. 

Das helle Bier läuft golden ins Glas und verströmt einen angenehmen malzigen Geruch. Der Antrunk ist einfach lecker und süffig. Eine gute Balance zwischen Malz und Hopfen mit einem leicht bitteren Abgang.
Ich finde dieses Bier einfach gut. Sehr lecker, süffig und macht Lust auf mehr.
Im Netz kommt das Bier teils nicht so gut weg, teils aber mit ähnlicher Einschätzung, aber das ist ja nun mal Geschmackssache! Ich würd ne Kiste kaufen!

4/5 

Past´Or, Brasserie Lepers

Tolle Verpackung die Erwartungen schürt. Das Bier läuft dann auch golden ins Glas hat aber wenig Kohlensäure. Der Antrunk ist malzig kaum hopfen, eher wie Malzbonbons. Es hat eine Rauchnote aber einen fiesen brotartigen Nachgeschmack. Bei jedem weiteren Schluck tritt das brotartige weiter in den Vordergrund. Bäh, nicht meins!

1/5 

 

Kleine Bierverkostung: Teil 2

Der zweite Teil beginnt schon mal sofort mit einem echten Gaumengraus:

Irish Stout von der Rye River Beercompany aus Irland.

Laut Etikett sollte es sich um ein eher malzig süßes Bier handeln mit vollmundigen Kaffee und Schokoladenaromen.

Nun, bei dunklen Bieren bin ich immer etwas skeptisch, da die Farbe ihren Preis hat. Gerade so dunkle Farben bekommt man nur durch Zugabe von richtig dunklen Röstmalzen hin.
Und die haben ein Problem: Je stärker die Röstung desto mehr „Verbranntes“ entsteht. Und das schmeckt man.
In den fast 15 Jahren in denen ich beruflich Malz analysiert habe war ich immer wieder erstaunt wie mies ein so gut reichende Produkt schmecken kann. 
Beim Verkosten eines Röstmalzes ist es immer gleich. Der Duft ist (absteigend zur Röststärke) herrlich, ja wirklich wie Schokolade. Im Mund sind die ersten 2 Sekunden auch noch nett und dann haut diese miese Bittere rein und es „kratzt“ regelrecht im Hals. Den Geschmack nach verbranntem Getreide bekommt man dann auch so schnell nicht wieder aus dem Mund. Und ziemlich genau so schmeckt für mich dieses Bier. 
Oder kurz: Ich habe es nicht ausgetrunken….. Bäh!
Im Netz sehen einige dies anders. Aber richtig toll findet auch von diesen Testern keiner das Stout.
Bewertung:  /5

 

Das nächste auf der Liste kommt wieder aus Belgien und ist im wieder ein hopfenlastiges Bier der Brauerei Van Steenberge Belgien
Das Piraat Triple Hop Dry Hopped Ale kommt in einer braunen 0,33 l Steinie-Flasche daher als 4er Gebinde.

Ganze 10,5 % Alkohol und auf der Zutatenliste neben Gerstenmalz auch Zucker, Reis.
Der erste Schluck kommt erwartungsgemäß sehr hopfig daher. Irgenwie hat das alles auch was von Zitrusfrüchten. Ich bin kein Bier-Sommelier und werfe ungern mit solchen Begriffen herum, aber das kann sogar ich beschreiben. Eigentlich finde ich das alles ganz gut, wäre da nicht dieser strenge alkoholische Bei und Nachgeschmack.
Dieser hat zur Folge das dieses Bier nicht so süffig ist was aufgrund der 10,5% auch besser ist!

Die Bewertung ist nicht einfach. 
Eigentlich ein leckeres Bier, aber der scharfe alkoholische Bei und Nachgeschmack drücken meinen Eindruck sehr!

Bewertung: /5

 

 

So, das wars. 

Mal sehen was mir demnächst so in den Einkaufswagen springt!

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