Bauabschnitt 3 – Bau

Der Einstieg in die eigentliche Konstruktion des letzten Teiles verlief dank Annes Vorbereitungen, dem Vorsortieren aller gelieferten Teile, recht schnell.
Mittlerweile hat man ja auch ein wenig Erfahrung im Umgang mit den Profilen angesammelt. 
Also alle Teile laut Plan zusammengesetzt und rein ins Auto zur Anprobe. 
Leider stellte sich heraus, das die Konstruktion so nicht bleiben konnte, der Sicherungskasten vom Landstrom war genau 1 cm im Weg. Ein cm ist nicht viel, aber wenn er irgendwo fehlt oder zuviel ist, hat man halt schnell ein mehr oder weniger großes Problem. 
In unserem Fall war die Lösung, nicht zuletzt wegen der Flexibilität der Aluprofile recht einfach. Wir versetzten die rechte hintere Strebe einfach 5 cm nach vorne. Schon passte alles wie es sollte. 
Die Konstruktion wird davon in Ihrer Funktion nicht eingeschränkt. Was soll man da sagen? Glück gehabt!

Also alles wieder raus und weiter beim Bau. Die Planung für den oberen Teil zeigte sich als zu großzügig. Bei der geplanten Tiefe des oberen Teils, bliebe einfach zu wenig Platz auf der verbleibenden Arbeitsplatte. 
Also doch noch ein wenig schneiden. 
Das 5€ Metallsägeblatt machte seinen Job immer noch ohne Beanstandung und so waren die beiden oberen Profile schnell eingekürzt. 
Weil genau diese Dimension für uns bei der Planung nicht 100% war, hatten wir nur die beiden oberen Stücke bestellt. Der Rest wird halt jetzt nachbestellt.

Für die Holzauflage, sprich die Arbeitsplatte, wollten wir unsere Echtholzarbeitsplattenreste unserer alten Küche nehmen. Sehr gute Qualität, stabil und vor allem: vorhanden. 
Nachteil: das Zeug ist echt schwer! Also richtig schwer. Und beim vorhandenen Format müssten wir Stückeln. So richtig toll fanden wir das nicht. 
Die Recherche im Netz förderte Paulowina-Holz als brauchbare Alternative zu Tage. Leicht, maßhaltig und gut zu bearbeiten. Das Aluminium unter den Hölzern!

Na gut, so eine Beschreibung macht die Entscheidung auch nicht so schwer und der Preis für eine Tafel im fast passenden Format war auch ok. Gesagt, getan, gekauft. 

Beim Kauf  merkte ich auch schnell den größten Vorteil des Materials: es ist in der Tat sehr leicht und es lies sich auch recht gut bearbeiten. 
Letzteres war gar nicht so unwichtig, musste ich doch zwei Vertiefungen einfräsen, damit die Platte auch auf den Profilen zu liegen kommt und nicht auf dem Auszug aufliegt. 

Im Anschluss noch den Ausschnitt für das Spülbecken gemacht und (fast) fertig ist die Platte. 
Ein wenig schleifen und anschließend mit Polyurethan- Klarlack beschichten. 
 

Die Lackierung mit dem vorhandenen Sprühlack funktionierte nicht sehr gut. Die Ventile der Sprühdosen waren von eher schlechter Qualität und ermöglichten kaum einen gleichmäßigen Farbauftrag. Allerdings war das auch nicht weiter schlimm, denn das Holz saugte die Farbe sehr stark, aber auch sehr ungleichmäßig auf. 
Es waren 4 Schichten nötig um überhaupt so etwas wie eine geschlossene Lackschicht zu bekommen. 

Deutlich unangenehmer war allerdings die Überraschung als wir uns heute die Platte ansahen. Im Spaß sagte ich: „Guck mal, das sieht total krumm aus“. und schob das Gesehene auf eine optische Täuschung. 
Zufällig legte ich ein Aluprofil auf diese Stelle und die optische Täuschung war leider gar keine. 
Die Platte hatte sich komplett verzogen, ohne Last war der innere Teil 5 mm abgesackt. Das hatte ich nicht erwartet!
Einige Zeit rätselten wir herum, was nun wohl zu tun wäre, denn das wollten wir uns so eigentlich nicht ins Auto stellen. 
Eine neue Platte anfertigen wollte ich aber auch nicht, nicht nur wegen der damit verbundenen Arbeit, ich wollte einfach keine neue Platte kaufen.

Zwei stabile Holzleisten unter die Platte geklebt und mit Zwingen fixiert hatten die Platte wieder in die richtige Position gezogen und wir hoffen, das dies ausreichend ist. 
Die Verklebung erwies sich als stabil und die Platte somit gerettet.
Die unzureichende Lackierung war aber immer noch ein Problem. PU-Bootslack im Baumarkt zu bekommen, der damit wirbt sogar eine Nautic-Abteilung zu haben ist wohl nicht möglich. Also mal wieder etwas online bestellen, was man früher in jedem Baumarkt bekommen hat. 

Die Oberfläche leicht anschleifen, reinigen und eine Lage PU-Bootslack drauf, diesmal mit dem Pinsel, und in der Sonne trocknen lassen. Das Resultat war schon deutlich besser. 

Das Gerüst ist nun fertig und die Auszüge können eingebaut werden. 

 

Der Auszug unter der Arbeitsplatte besteht nur aus einem U aus 20er Profil. Wird dieses herausgezogen kann eine Holzplatte eingelegt werden. 
Nicht perfekt, aber ansonsten wäre es nicht möglich gewesen das Waschbecken unterzubringen. 

Im unteren Teil des Gestells werden zwei weitere Auszüge eingebaut. Auf dem oberen der beiden Auszüge finden Wasser/Abwassertank und der Beefer ihr zu Hause. Genaue Pläne für die Bestückung des unteren Auszugs haben wir dagegen noch nicht. Aber das ergibt sich beim nächsten Einräumen. 
Aus 20er Profil haben wir dann die beiden Schubladen für die Auszüge gebaut und eine Sperrholzplatte als „Boden“ ausgeschraubt. 

So langsam wurde es dann auch Zeit die Konstruktion ins Auto zu stellen. Eigentlich müsste alles passen….

Der Einbau verlief bis auf einen kurzen Schreckmoment dann auch ohne Probleme.
Das Gestell ließ sich einwandfrei einschieben bis es plötzlich hakte. Es ging nicht vor und nicht zurück, aber ich konnte kein Problem erkennen. 
Dann sah ich, dass ein Fuß des Gestells in einer Zurröse festhing. Leichtes Anheben und schieben löste das Problem und wir konnten das Gestell genau an den gewünschten Ort schieben.
Alles passte ganz genau so wie geplant. 

Der Einbau der unteren Schubladen war dann heute der Abschluss des 3. Bauabschnitts. 


 

Nun müssen wir erstmal alles sauber machen und die blöden Metallspäne entfernen, die sich hier und da noch verstecken. 
Dann alles einräumen. 

Spätestens zum Wochenende sollte dann alles fertig sein, denn dann geht es wieder los!

 

 

Bauabschnitt 3 – Planung

Das neue Bett ist fertig und der neue Kühlschrank eingebaut und beides erfolgreich getestet. 

Es bleibt die Frage: „Warum haben wir das nicht sofort so gemacht?“
Die Antwort hat uns lange beschäftigt, ist aber eigentlich einfach: Weil man nicht frei denkt!
Nein, keine Angst, ich werde auf meine alten Tage nicht esoterisch, aber es lohnt mal darüber nachzudenken. 
Wenn man z.B. sowas wie den Ausbau eines Wohnmobils tätigt, hat man Vorstellungen. Und wenn man diese auch bei sich ändernden Voraussetzungen beibehält, ist das Resultat, das man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. 
So war es auch bei den Änderungen am Bett. 
Ursprünglich wollten wir ja, das das Fußteil des unteren Bettes unter dem oberen Bett ist. Verschachtelt, sozusagen, wie beim kleinen, alten Ducci. 

Das hat aber durch die Höhe der Konstruktion nicht geklappt. Lattenrost und Matratze plus Unterkonstruktion haben höher aufgebaut als erwartet. 
Klar, man hatte ja das Bild vom alten Ducci im Kopf. 
Resultat: Ein kurzes Bett in einer Höhe mit der man irgendwie nichts so richtig anfangen konnte. Dazu auch noch als Couch zu hoch, weil ja die Container drunter passen sollten.

Hätte man zu diesem Zeitpunkt mal auf den internen „RESET“ Knopf gedrückt, hätten wir uns einige Umwege sparen können. Tatsache ist, das ich zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht auf die Idee gekommen bin, dass es für das Bett eine andere als die verbaute Option hätte geben können. Manchmal habe ich aber dann doch noch „lichte“ Momente und ich bin mir nicht sicher ob Anne diese eher mag oder fürchtet, sind diese doch meist mit Arbeit verbunden. 

Gestattet man sich ein Problem ohne eventuell vorhandene Vorgaben zu betrachten, denkt man frei.
Ok, der Schritt zu „dreht frei“ ist schmal, aber man muss auch mal etwas riskieren!
Die Ideen gilt es dann auf Tauglichkeit, Machbarkeit und Kosten zu überprüfen. 

Denkt man frei, war die, aus der Nähe doch recht unspektakuläre Idee das Bett einfach zu erhöhen, eine ganz klare und greifbare Option. Und zwar die Beste. 
Kühlschrank passt drunter, man schafft Stauraum ohne Ende und beide Betten haben ungefähr die gleiche Höhe, was den Kuschelfaktor doch ganz erheblich in die Höhe schraubt!

Der letzte Teil, quasi unantastbar, war der Ikea-Küchenschrank. Legt man unsere Maßstäbe an ist das Teil schon fast historisch. 

Vor dem letzten Urlaub hatte ich noch schnell eine provisorisches Aufsatzregal gebaut um bei der bevorstehenden Reise dessen Tauglichkeit zu überprüfen.
Kurz: So ein Regal ist schon toll! Die Kurzfristigkeit kann man allein schon daran erkennen, dass nicht ein Bild davon existiert. 

Schon während unseres Urlaubs in Wismar, bei dem ich sehr viel Zeit zum nachdenken hatte, kam mir die Idee, auch den letzen Teil des „Womoausbaus“ auf eine einfache, aber raffinierte Aluprofilkonstruktion umzubauen. Dann wäre auch das letzte Teil einfach herauszunehmen und „Ladung“. 

Gesagt getan. Die Aufmessung des neu zu bauenden Teils war schnell erledigt. Die Bestellung der Teile bei Kohl und Dold ging schnell und deren Lieferung ebenfalls. 
Am Samstag den 1.8 bestellt, waren die Sachen von Kohl schon zwei Tage später da. Die Profile von Dold kamen am Freitag. 
Leider konnten wir noch nichts machen, da mein Rücken mich zur Zeit in eine Zwangspause zwingt.

Aber ausgepackt und sortiert hat Anne dann heute alles, während ich Ihr aus meinem sehr bequemen Campingstuhl heraus Anweisungen gegeben habe.
Ich sollte das beruflich machen, das liegt mir. 
Jetzt hoffe ich, das mein Rücken mir schnell wieder die Arbeit ermöglicht, so dass wir loslegen können und den letzten Bauabschnitt fertig zu stellen!

Das wird cool!

 

 

Was nicht passt wird passend gemacht

Wenn kleine Dinge nicht sehr stören lebt man lange damit, allerdings wächst doch unterschwellig die Unzufriedenheit und man ärgert sich trotz eiener positiven Grundstimmung deutlich schneller. 
So auch mit unserer Kühlbox, die uns schon einige Jahre sehr pflichtbewusst begleitet.
Die Mobicool MB40*, damals bei unserem Campingstart-Megaeinkauf erworben, ist eine Hybridbox. Peltierkühlung bei 12 Volt, Kompressorkühlung bei 230 Volt. Also durchaus durchdacht und praktisch, da sie auch während der Fahrt ohne Landstrom betrieben werden kann. 
Der Nachteil dieser Konstruktion ist allerdings der im Verhältnis zur Baugröße mit 32 Litern recht kleine Kühlraum. Ja, das ist schon jammern auf hohem Niveau, aber so wird man im „Alter“ eben.
Der nächste Nachteil ist dazu die Konstruktion als Truhe. Um vor allem an kleine Gegenstände zu kommen, ist es nicht selten notwendig das ganze Ding leerzuräumen.
Der Wunsch nach einem Vollraumkühlschrank wuchs von Reise zu Reise und zur Abwechselung nicht bei mir sondern bei Anne. 
Die Kühlbox steht in einem 60er Küchenschrank und da sollte dann der neue Kühlschrank auch rein. Einen Passenden zu finden war dann auch kein Problem.
Kurz vor dem Umbau kam mir dann eine Idee, wie man diesen Eingriff um einiges effektiver gestalten könnte. 
Würde man Annes Bett auf ungefähr die gleiche Höhe bringen wie meines, so könnten wir den Kühlschrank darunter stellen und den „Küchenschrank“ gemäß seiner eigentlichen Aufgabe nutzen. Die Idee fand volle Zustimmung und so bestellte ich die neuen Füße für das Bett. 

Alles raus aus Ducci hieß es also heute morgen um 8.30Uhr. Das war schnell erledigt. Der eigentliche Umbau konnte starten! 
Gleich zu Beginn stießen wir allerdings auf ein Problem. Die Hülsen, in die die verstellbaren Füße eingeschraubt werden mussten in die Profilenden eingeschraubt werden. 

Copyright by Dold-Mechatronik*

Dies erwies sich als deutlich komplizierter als angenommen. Nach knappen 1,5 Stunden hatten wir die widerspenstigen Hülsen endlich in den Profilen. 
Die folgenden Arbeiten gingen dann doch deutlich schneller voran. Dank der einfachen Konstruktion der Verbinder konnten wir die Beine des Bettes schnell austauschen. 
Das mittlere Beinpaar musste aber auch noch verschoben werden um den neuen Kühlschrank, eng anliegend, von einer Bewegung während der Fahrt abzuhalten.
Aber auch das ging ohne Komplikationen. 
Wenig später konnten wir das „neue“ Bett einbauen und den Kühlschrank einpassen. 
Das Resultat kann sich sehen lassen, der Raumgewinn ist riesig!

Rohbau mit Kühlschrank
Passt haargenau und kann nicht weg!
Wirklich haarscharf!
Und endlich viel Platz im Kühlschrank!
Und die ursprüngliche Funktion ist ebenfalls noch gegeben!

Um die Stabilität des neuen Gestells zu verbessern haben wir uns dann noch entschieden ein Profil quer einzubauen. Das muss allerdings noch bestellt werden, was ich aber gleich noch erledigen werde.
Das dann einzubauen ist, auch dank der Höhe, in ein paar Minuten erledigt. 

Als nächstes kommt der „Küchenschrank“ dran der einiges zu erwarten hat….

 

 

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