Kategorie: Fahrzeuge und Zubehör (Seite 1 von 21)

Obelink!

Welcher Camper kennt ihn nicht, den Camping und Freizeitmarkt Obelink in Winterswijk?

Ein Ikea für Camper. Es gibt alles was man braucht und noch sehr viel mehr. Dort durchzugehen und nichts zu kaufen ist fast unmöglich. Aber wir wollten ja auch nicht stöbern, sondern tatsächlich eine Einkaufsliste abarbeiten.

Unser Tisch hat nach 10 Jahren seine besten Zeiten hinter sich und das Campinggeschirr ebenso.
Dazu noch ein Beistelltisch der den Grill tragen kann. Also den Grill, den wir hinten eingebaut haben und seitdem nicht mehr benutzen, der, wo man die Beine so blöd anschrauben muss, weswegen wir ihn auch kaum benutzen. Einfach auf einen Tisch gestellt und fertig is. So ist der Plan. Sollte das nicht klappen, der Tisch ist nicht umsonst, einen Beistelltisch könnten wir eh gut gebrauchen.

Ralf und Tanja wollten ebenfalls beim Obelink nach ein paar Sachen schauen und so beschlossen wir gemeinsam zu fahren und dann das Wochenende noch dort ausklingen zu lassen, wofür die Beiden einen Naturcampingplatz in der Nähe gebucht hatten. Klingt gut!

Zudem hatten wir nach ein paar Anpassungen unserer Urlaubsplanung plötzlich noch ein paar Tage übrig die wir nun im Anschluss an das Wochenende in Holland aufbrauchen wollten.

Gegen 9.30 trafen wir uns beim Obelink am Eingang. Die Sprinterfahrer waren schon am Vorabend los und verbrachten die Nacht auf einem Stellplatz an einem See in der Nähe.

Rein ins Gewühl!
Wie sagte Ralf so passend: Totale Reizüberflutung!


Wir kämpften uns tapfer durch und hakten ein Teil nach dem Nächsten ab.
Schon nach 1,5h waren wir durch! Nun ab zum Campingplatz.

Lutje Kössink heisst der kleine Naturcampingplatz nur ein paar Kilometer vom Obelink entfernt. Mitten im Nichts. Schätzungsweise verfügt der Platz nur über 30 Parzellen und überzeugt mit ruhiger Lage, toller Bepflanzung und absoluter Stille.

Der Betreiber kümmert sich persönlich um alles und legt, wie auch die Besucher des Platzes, größten Wert auf Ruhe.

Obwohl wir versuchten uns so leise wie möglich zu unterhalten, waren wir doch wohl die lautesten Menschen auf diesem Platz.
Wer also Ruhe sucht: dort seid Ihr richtig!

Sanitär ist einfach, aber sauber. Beim Sanitär merkt man auch das man mit einer anderen Sorte Camper auf einem Platz ist. Ich habe keine Toilette gesehen, die nicht sauber war, auch nicht am späten Abend. Offensichtlich geht sowas, wenn man nicht denkt: „Nach mir die Sinnflut und die Putzfrau“.

Nach einer erholsamen Nacht und ein paar Tassen Kaffee machten wir uns in verschiedene Richtungen auf, die Sprinterfahrer Richtung Heimat und wir Richtung Seeland, wo uns noch ein paar Tage Urlaub erwarten.

Unser neuer „Ausbau“ in der Praxis…

Zunächst einmal sind wir begeistert, das dieser „Reißbrett“-Ausbau funktioniert – und zwar fast tadellos!

Das Ziel war es einen „Ausbau“ zu konstruieren, der schnell und ohne Werkzeug zu entfernen ist, somit als Ladung gilt und die Verwendung des Fahrzeugs als Transporter nicht einschränkt, da wir diese Funktion dringend benötigen. 
Zu Moped-Zeiten war das alles kein Problem, da das Bett sowieso nur temporär war. Leider auch die Ablagen, was zu viel Unordnung und Räumerei geführt hat. Das wollten wir ändern und das hat in großen Teilen auch auf Anhieb funktioniert!
Aber was hat nicht funktioniert oder musste geändert werden?

  1. Das (kurze) Längsbett ist tatsächlich doch zu kurz für mich. Knappe 1,80Meter reichen einfach nicht. Es fehlt nicht viel, aber es fehlt halt was. Somit mussten wir die Schlafplätze tauschen.
    Kein Beinbruch, aber umgekehrt wäre es komfortabler gewesen.
    Geschlafen haben wir aber hervorragend in unseren neuen Betten.
  2. Der Grill.
    Wir haben den Grill extra in die rechte Schublade gebaut. Einfach ausziehen und los geht’s! Gute Idee, aber dummerweise hatten wir den 20€ Kartuschenkocher dabei.
    Der hat uns, mit Pfanne und richtig Power, sehr gut versorgt.
    (1 Kartusche/Woche)
    Mit ´ner Eisenpfanne ist das Teil der Steakbräter Nr.1!
    Der große Grill macht nur Sinn, wenn wir irgendwo länger stehen und dann lohnt es sich auch die Beine ranzuschrauben!
    Das war also nix! Also raus damit und den Platz anders nutzen!
  3. Wir brauchen Rückrollkeile. Heißen die so? Keine Ahnung, aber sowas brauchen wir. Haben wir auch ,nur nicht dabei. Also einpacken in „Zeltkiste“!
  4. Eine Art Brause zu haben hat sich als nützlich erwiesen. Da wir im Prinzip nur auf Campingplätzen stehen und dann meist auch einen Wasseranschluss haben, bietet sich so ein Stück Gardena Schlauch mit Kupplung und Brause sehr an. Kaum Platz und viel Nutzen!
  5. Eine weitere Ebene in unserem Regal für Waschtaschen und mehr Haken zum Klamotten dran hängen
  6. Ein Regal auf dem Kühlschrank-Schrank damit Kaffeemaschine und Wasserkocher während der Fahrt gut untergebracht sind und stehen bleiben können
  7. Halterungen für Leinwand und Beamer
  8. Gut eine leere Kiste mitzunehmen, Schmutzwäsche hat einen Platz und fliegt nicht rum!
  9. Ein leerer Korb für leere Pfandflaschen ist sehr gut! Beibehalten!
  10. Unser „Wasserturm“ hat sich bewährt. Der muss nun noch „Schön“ gemacht werden. Eventuell kann man noch einen Auszug für den Kocher einbauen! Quer, damit man ihn auch bei geschlossener Tür bedienen kann!
    Generell muss das Teil beweglich bleiben!
    Eine Idee der „Verkleidung“ von Konstruktionen mittels Aluprofilen ist, einfach ein Holz in der Dicke der Nut einzubauen. Dies wird beim Bau eingeschoben.

Die Konstruktion des Ausbaus im Video… 😉

Packen…

Mit frischem Tüv und auf Hochglanz poliert habe ich den Großen am Donnerstag wieder abgeholt. 
Noch „schnell“ tanken….

Naja, leider musste ich dann doch noch zahlen. Aber egal!
An die Arbeit!
Als erstes musste der Grill eingebaut werden. 
Er sollte auf den rechten Auszug geschraubt werden. So können wir den Grill nutzen ohne das ewige Auf- und Abbauen. 
An den Aufnahmepunkten für die Füße haben wir den Grill einfach mit dem Auszug verschraubt, so das er auch bei der Fahrt sicher steht.

Rückansicht: Der „Block“

Dahinter findet die „Kochkiste“ ihren Platz worin sich allerhand Küchenzubehör und der kleine, portable Einflammkartuschenkocher versteckt. 

Die 5kg Gasflasche passt haargenau in den schmalen Bereich zwischen hinterem Block und Fahrzeugwand, so das wir diese zum Kochen und Grillen nicht einmal herausnehmen müssen.

Sicheres Plätzchen für unsere Gasflasche. Nur das Ein und Ausräumen ist etwas fisselig.

So richtig ist die Ordnung noch nicht hergestellt, es fehlt noch einiges und beim ersten Einräumen gilt es das Optimum herauszufinden!

Das Regal war ja noch nicht eingebaut und musste noch befestigt werden. Da sich zwei Zurrpunktaufnahmen unter dem Regal befinden lag es nahe im unteren Fach einen Einlegeboden einzubauen und dann damit das Regal mit den Zurrpunkten zu verschrauben. 
Damit sollte es dann eine feste Basis haben. Im oberen Bereich hab ich dann noch ein paar Winkel an die Karosserie genietet und das Regal damit verbunden. 
Das hält!

Neben Eurokisten findet auch unser Miniofen seinen Platz im Regal. 

praktischer Weise halten die Ikea-Küchenteile perfekt am 20er Profil!

Ringschrauben die einfach mittels Nutmutter in das Profil eingeschraubt werden dienen als Aufnahme für Zurrgurte / Spanngummis und verhindern das herausrutschen oder fallen von Gegenständen. 
Die Eurokisten rasten allerdings auch in das Profil ein, so das diese schon sehr fest im Regal stehen. 

Eurocontainer rasten ein!

Unter dem flachen Bett passen Rollcontainer aus dem Baumarkt besser und sind einfacher zu händeln. 

Noch hat nicht alles seinen Platz. 

Im Zwischenraum wird das Rad Nummer1 geparkt!

Die Stühle finden ihren Platz vor dem Kühlschrankblock. Gesichert mit Spanngummis sind sie mit wenigen Handgriffen herausgenommen, aber auch wieder verstaut. 

Die Stühle – griffbereit! ( und Unordnung 😉 )

Gleichzeitig verhindern die Stühle auch das herausrutschen der Besteckschublade. Das ist schon mehrfach vorgekommen, weil wir permanent vergessen diese zu sichern.
Zum guten Schluss mussten auch die Enten endlich mal etwas standfester gemacht werden. Doppelseitiges Klebeband sollte den Zoo vorerst im Zaum halten!

ENTEN!

Jetzt müssen noch die zwei neuen Rollcontainer mit Klamotten gefüllt und die Unordnung beseitigt werden! Dann kann es los gehen!
Ob wir die Aufkleber, oder zumindest einen Teil davon noch drauf bekommen ist mehr als fragwürdig aber nicht unmöglich. Mal sehen!

 

 

 

 

 

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